Jungheinrich Vz.
- Stefan Sommer - Volontär

Jungheinrich-Aktie: Starke Zahlen – Analysten sehen 50 Prozent Potenzial

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Jungheinrich hat am Montag seine Zahlen für das zweite Quartal präsentiert. Die Nachfrage nach Gabelstaplern hat trotz weltweiter Krisen weiter angezogen. Beim Umsatz und dem Gewinn nach Steuern konnte der Konzern überzeugen. Nun haben die ersten Analysten ihre Einschätzung nach den Zahlen überarbeitet.

Der Auftragseingang stieg im zweiten Quartal um elf Prozent auf 646 Millionen Euro. Der Konzernumsatz lag im zweiten Quartal mit 602 Millionen Euro um sieben Prozent über dem Vorjahreswert. Der Gewinn nach Steuern stieg von 27,4 auf 30,2 Millionen Euro. Der stark gestiegene Umsatz im Konzern ist vor allem auf die deutlich gestiegenen Erlöse im Neugeschäft zurückzuführen. Auch die Umsätze bei Miet- und Gebrauchtgeräte sowie im Kundendienst entwickelten sich positiv.

„Vor dem Hintergrund der aktuellen Geschäftsentwicklung sowie des gestiegenen Auftragsbestands bestätigen wir unsere Prognosen für das Gesamtjahr“, sagte Vorstandsvorsitzender Hans-Georg Frey. Der Kion-Konkurrent peilt für das Geschäftsjahr 2014 einen Umsatz zwischen 2,4 und 2,5 Milliarden Euro und einen Gewinn vor Steuern und Zinsen (EBIT) zwischen 175 und 185 Millionen Euro an.

Überwiegender Optimismus

Die Commerzbank hat die Einstufung für Jungheinrich nach Zahlen auf "Buy" mit einem Kursziel von 62 Euro belassen. Der Hersteller von Gabelstaplern und Flurförderzeugen sei auf einem guten Weg, die Jahresziele zu erreichen, schrieb Analyst Daniel Gleim in einer Studie vom Montag.

Noch optimistischer ist die DZ Bank. Analyst Jasko Terzic hat seine Kaufempfehlung nach den Quartalzahlen bekräftigt. Der sehr starke Auftragseingang des Gabelstapler-Herstellers unterstreiche die robuste Nachfrage, schrieb der Experte in einer Studie vom Montag. Der jüngst starke Kursrückgang der Aktie erscheine übertrieben. Den fairen Wert sieht Terzic bei 67 Euro. Das entspricht einem Ertragspotenzial von rund 50 Prozent.

Jungheinrich; Chart

Abwarten

DER AKTIONÄR hält auch den Abverkauf der letzten Wochen bei der Jungheinrich-Aktie für übertreiben. Die starken Zahlen haben gezeigt, dass der Konzern hervorragend aufgestellt ist. Anleger sollten allerdings vor einem Neueinstieg erst eine Bodenbildung abwarten. Charttechnisch betrachtet könnte die Unterstützung bei 44,20 eine entscheidende Marke bilden.

(Mit Material von dpa-AFX)

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