Suedzucker
- Marion Schlegel - Redakteurin

Jim Rogers Liebling Zucker startet Aufholjagd – Indiens Aktien explodieren, folgt jetzt Südzucker?

Im Zuckermarkt ist wieder Bewegung. Bereits im Herbst vergangenen Jahres ist der Zuckerpreis mehr als 50 Prozent nach oben geschossen. Grund damals: Sorgen vor ungünstigen Wetterbedingungen in Asien und Südamerika, den größten Zuckerproduzenten der Welt. Zwischenzeitlich hat die Notierung etwas korrigiert, zuletzt aber erneut deutlich zugelegt. Grund diesmal: Der letzte El Nino war einer der stärksten überhaupt. Deswegen hat die Internationale Zuckerorganisation (ISO) ihre Prognose für das Angebotsdefizit von 3,5 auf 5,02 Millionen Tonnen angehoben. Rund 20 Prozent hat der Zuckerpreis seit dem Korrekturtief im Februar nun wieder zulegen können.

Indiens Zuckeraktien nicht zu bremsen

Zu einer wahren Rallye haben zuletzt aber die indischen Zuckerunternehmen angesetzt. Allein am gestrigen Handelstag hat Dwarikesh Sugar fast 18 Prozent gewonnen. In den vergangenen Monaten hat sich das Papier gar verachtfacht. Gut lief es auch bei Mawana Sugars. Die Aktie legte gestern zehn Prozent zu, seit dem Tief hat sich das Papier vervierfacht.

Auch in Deutschland ist ein Zuckerproduzent notiert: Südzucker. Das Unternehmen hat einen Marktanteil von rund 20 Prozent am europäischen Zuckermarkt. Die Aktie hinkt allerdings nicht nur den indischen Firmen, sondern auch dem Zuckerpreis deutlich hinterher. Am Dienstag verlor das Papier mehr als drei Prozent auf 13,60 Euro. Doch hier eröffnet sich eine interessante Einstiegschance. Das sieht auch das Düsseldorfer Bankhaus Lampe so, die die Südzucker-Aktie mit „Kaufen“ und einem Kursziel von 20 Euro bewerten. Die Aktie sollte vom nach oben geschnellten Weltmarktpreis für Zucker infolge der von der Internationalen Zuckerorganisation (ISO) erhöhten Prognose für die globale Zucker-Fehlmenge profitieren, erklärt Analyst Marc Gabriel.

Und die Zuckerpreise könnten sogar noch weiter steigen. Davon ist zumindest schon länger Jim Rogers überzeugt. Nicht zuletzt die steigende Nachfrage insbesondere in den Schwellenländern führt er als Grund an. Zudem dürfte auch die weltweit immer größer werdenden Unruheherde die Lage am Zuckermarkt weiter befeuern.

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