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- Benedikt Kaufmann

Intel-Chef muss wegen Affäre gehen – Was nun?

Nach einer Affäre mit einer Angestellten muss Intel-Vorstand Brian Krzanich seinen Hut nehmen. Die Beziehung entspräche nicht den Konzernregeln, an die sich alle Manager halten müssten, so der Aufsichtsrat.

Brian Krzanich gilt als der Mann, der Intel in die Zukunft führte. Er war maßgeblich für den neuen Fokus auf die Zukunftstrends Cloud-Data-Center und Automobiles Fahren und weg vom klassischen PC-Geschäft verantwortlich. Interimschef wird Finanzvorstand Robert Swan, der die Langfrist-Strategie weiterführen soll. Daneben hat die Suche nach einem Nachfolger bereits begonnen.

Trotz des unerwarteten Abgangs hält sich die Intel-Aktie zu Handelsbeginn gut, sie notiert nur ein Prozent im Minus. Der Grund: Gleichzeitig mit dem Abgang Krzanichs stufte Intel die Erwartungen an das Gesamtjahr nach oben. Bei einem Umsatz von 16,9 Milliarden Dollar erwartet der Konzern aktuell Gewinne je Aktie von 0,99 Dollar. Zuvor rechnete die Unternehmensführung mit 16,3 Milliarden Dollar bei einem EPS von 0,85 Dollar.

Gewinne mitnehmen

Geht der Vorstand, gilt es für Anleger vorsichtig zu agieren. Gewinnmitnahmen sind an dieser Stelle keine Seltenheit. Insbesondere wenn der Zukunftsarchitekt inmitten der laufenden Neuausrichtung geht. DER AKTIONÄR rät, ein Drittel der Position vom Tisch zu nehmen.

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