Infineon
- Michael Schröder - Redakteur

Infineon-Aktie: Merrill Lynch eindeutig zu pessimistisch – Ziel bleibt 10 Euro

Infineon ist neben Siemens und ThyssenKrupp einer der drei DAX-Konzerne, der seine Hauptversammlung bereits frühzeitig im Jahr abgehalten hat. Neben der Dividende in Höhe von 12 Cent je Aktie hatte Konzernchef Reinhard Ploss den Aktionären einen guten Ausblick zu bieten: „Im laufenden Geschäftsjahr erwarten wir ein deutliches Plus bei Umsatz und Ergebnis – also nachhaltiges profitables Wachstum."

Nach den ausgezeichneten Zahlen zum ersten Geschäftsquartal gibt es mehrere Signale, die bei dem Halbleiter-Konzern Infineon auf eine sich fortsetzende positive Entwicklung deuten. Das Marktumfeld ist weiter sehr gut. Die Chip-Produktion ist voll ausgelastet. Die Produkte für Energieeffizienz und Sicherheit erweisen sich als Wachstumstreiber. Vor allem der Markt für Halbleiter im Automobilbereich dürfte in diesem Jahr weiter anziehen. Der Umsatz soll daher von zuletzt 3,8 Milliarden zwischen sieben und elf Prozent zulegen. Analysten erwarten im Durchschnitt einen Gewinn je Aktie in Höhe von 0,39 Euro (Vorjahr: 0,25 Euro).

Die US-Investmentbank Merrill Lynch hat Infineon aus Bewertungsgründen von "Neutral" auf "Underperform" abgestuft und das Kursziel von 7,90 auf 7,30 Euro gesenkt. Die Bewertung der Aktie habe den Nachfrageaufschwung bereits eingepreist, so Analyst Adithya Metuku. Die Unternehmensgewinne dürften im zweiten und dritten Quartal dank guter Geschäfte mit der Automobilbranche und des Abbaus von Lagerbeständen gut ausfallen. Der gegenwärtige Kurs scheine allerdings von zu optimistischen Erwartungen auszugehen.

DER AKTIONÄR zählt zu den Optimisten. Das fundamentale Feld ist bestellt. Die genannten Impulsgeber und Wachstumstreiber sorgen für weiteres Kurspotenzial. Ein Dorn im Auge der Aktionäre ist der hohe Cashbestand von rund zwei Milliarden Euro. Auch hier hat Infineon Pläne in der Schublade. „Wenn uns auch in Zukunft keine geeignete Transaktion gelingt, werden wir unsere Programme zum Aktienrückkauf weiter ausbauen“, sagt der Vorstand.

DER AKTIONÄR hält an seinem Fazit fest: Die Infineon-Aktie sollte in diesem Jahr weiter Kurs auf die 10-Euro-Marke nehmen. Schwache Tagen bleiben daher Kauftage.

Artikel kommentieren:

Um einen Kommentar zu schreiben, müssen Sie eingeloggt sein.
Sie besitzen noch kein Login? Dann registrieren Sie sich kostenfrei.

  • Es sind noch keine Kommentare vorhanden.

Videos zum Thema:

Der Aktionär TV

Mehr zum Thema:

| Maximilian Völkl | 0 Kommentare

Infineon: Die Ruhe vor dem Sturm

In den vergangenen Wochen wurde es etwas ruhiger um Infineon. Seit dem Scheitern der Wolfspeed-Übernahme in den USA gab es beim Halbleiterkonzern kaum mehr bewegende Nachrichten. Neue Impulse könnte nun die Charttechnik bringen. Der Ausbruch über das Mehrjahreshoch steht kurz bevor. mehr
| Maximilian Völkl | 0 Kommentare

Infineon-Aktie: Keine Panik!

In den vergangenen Tagen hatte es sich bereits angedeutet. Jetzt hat die Wolfspeed-Mutter Cree offiziell verkündet, dass die Übernahme durch Infineon geplatzt ist. Schlechte Nachrichten für den DAX-Konzern, die aber nicht ursächlich für den Kursrückgang am Freitag sind. Nach der Hauptversammlung … mehr
| Maximilian Völkl | 0 Kommentare

Infineon: Schlechte Nachrichten

Auf der Hauptversammlung bei Infineon stand am Donnerstag die Wolfspeed-Übernahme im Mittelpunkt. Nach dem Veto der US-Behörden wird es immer wahrscheinlicher, dass der Deal platzt. Ansonsten bekam der Konzern aber viel Lob zu hören. Mehr Umsatz, ein besseres Ergebnis und eine höhere Dividende … mehr