Infineon
- Maximilian Völkl

Infineon-Aktie unter Druck: Droht jetzt der freie Fall?

Die enttäuschenden Quartalszahlen haben die Aktie von Infineon unter Druck gesetzt. Da die Erwartungen der Analysten verfehlt wurden, kam es nach der jüngsten Rallye zu Gewinnmitnahmen. Mittelfristig sind die Aussichten aber nach wie vor gut. Die Experten bleiben auch überwiegend bullish für den DAX-Titel.

Analyst Günther Hollfelder von der Baader Bank hob hervor, dass im dritten Geschäftsquartal insbesondere die anhaltende Schwäche im Geschäft mit Smartphone-Herstellern die Stärke in der Industriesparte überlagert habe. Nach den guten Zahlen von Wettbewerbern und Kunden wie Apple oder Samsung Electronics sei dies eine böse Überraschung. Der Experte hat seine Kaufempfehlung mit einem Kursziel von 14,50 Euro aber dennoch bestätigt.

Unterschiedliche Stimmen

Noch optimistischer ist Thomas Becker von der Commerzbank. Die Zahlen hätten zwar etwas enttäuscht, aber dennoch sei Infineon günstiger bewertet als die Wettbewerber. Er sieht den fairen Wert bei 16,50 Euro und bestätigte das „Buy“-Votum. Andere Analysten könnten ihre Erwartungen nun aber etwas zurückschrauben.
Kritischer fällt die Analyse der Privatbank Hauck & Aufhäuser aus. Experte Tim Wunderlich erklärte ebenfalls, dass Resultate und Ausblick von Infineon die Erwartungen leicht verfehlt hätten. Seiner Meinung nach sei die Bewertung aber zudem bereits anspruchsvoll.

Stopp beachten

Die Infineon-Aktie ist nach den Gewinnen zuletzt auf Konsolidierungskurs. Mittelfristig sollte die starke Nachfrage aus der Autoindustrie wieder für steigende Kurse sorgen. Zunächst einmal könnte aber der Stoppkurs bei 13,20 Euro in den Fokus rücken. Investierte Anleger sollten hier die Reißleine ziehen, um die eigene Position vor weiteren Gewinnmitnahmen zu schützen.

(Mit Material von dpa-AFX)

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