Infineon
- Markus Horntrich - Chefredakteur

Infineon: E-Auto laden in 7 Minuten = 3.500 Dollar für Infineon

Infineon wird für gewöhnlich als Zulieferer für die Autoindustrie wahrgenommen. Aber auch als Infrastruktur-Profiteur haben die Münchener einiges zu bieten. Je mehr Ladesäulen für E-Autos gebaut werden, desto besser für Infineon.

Elektromobilität ist bekanntlich nur möglich, wenn die entsprechende Lade­infrastruktur hochgezogen wird. Deren Ausbau beflügelt Infineon ebenso, wie die zunehmende Elektrifizierung des Autos. Wichtig zu wissen: Je schneller man sein Auto laden will, desto höhere Kapazitäten sind nötig, was sich letztlich auch darin widerspiegelt, wie hoch potenziell der Umsatz je Ladesäule für Halbleiterlieferanten wie Infineon ist. Bei 7 Minuten Ladezeit für 200 Kilometer Fahrleistung müssen Halbleiter für 3.500 Dollar verbaut werden (siehe Grafik). Ein riesiges Potenzial für die Münchener.

Bis 2023 wird mit einem Wachstum von 21 Prozent pro Jahr gerechnet, was den Ausbau der Ladekapazität betrifft. 40 Millionen Dollar flossen 2017 in die Ladeinfrastruktur. 2023 sollen es bereits 129 Millionen sein. Je höher die Penetration an Elektroautos, desto eher dürften Ladestationen mit hoher KW-Leistung und damit höheren ASP für Infineon zugebaut werden.

Aktie mit 2,5%-Konsolidierung

Dieser Trend zeigt, wie gut Infineon für die Zukunft positioniert ist. Kurzfristig bleiben die in Kürze zu erwartenden Quartalszahlen entscheidend. Sie werden am 12. November veröffentlicht. Am Vortag kam die Aktie um 2,5 Prozent zurück, nachdem sie in den Tagen zuvor eine 15-Prozent-Rallye auf das Parkett legte. Solche Konsolidierungen sind normal. Spekulativ bleibt der Wert ein Kauf, zumal die Taxen vor Xetra-Start fester sind.

 

 

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