Infineon
- Markus Horntrich - Chefredakteur

Infineon-Update: Gewinnmitnahmen nach starker Woche – Aktie erneut schwächer – Goldman stuft ab

Die Aktie von Infineon verliert auch heute leicht, nachdem sie in den letzten Tagen deutlich zulegen konnte. Belastend wirkt einen Kurszielreduktion von Goldman Sachs. Dennoch: Infineon gilt als großer Profiteur des E-Mobility-Booms. Aber auch ein anderer Zielmarkt nimmt massiv Fahrt auf.

Den meisten Umsatz macht Infineon derzeit mit Leistungshalbleitern. Allerdings bietet ein weiterer Zielmarkt ebenfalls massive Wachstumschancen: der Bereich Security. Einer aktuellen Studie zufolge wird der Markt für IoT-Sicherheit (IoT = Internet der Dinge) bis 2025 voraussichtlich um 30,9 Milliarden Dollar von 7,28 Milliarden im Jahr 2016 wachsen. Das Thema Sicherheit betrifft im Grunde alles, was vernetzt ist. Die Zahl der vernetzten Geräte wird in den nächsten Jahren kräftig steigen, was zunehmende Investitionen in Security nach sich ziehen wird.

Infineon bietet für sämtliche Bereiche Security-Lösungen an. Smart Home, vernetzte Fahrzeuge, Industrie 4.0 sind ohne entsprechende Sicherheitssysteme nicht praktikabel. Viele Geräte- und Systemhersteller haben allerdings schlichtweg nicht das Security-Know-how  und müssen auf Spezialisten wie Infineon zurückgreifen.

Die Perspektiven für Infineon sind in sämtlichen Zielmärkten hervorragend. Dennoch: Heute prägen Gewinnmitnahmen bei der Infineon-Aktie das Bild, was nach den jüngsten Kursgewinnen auch gesund ist. Einen wirklichen Richtungsentscheid bei der Aktie dürfte es nicht vor der Quartalbilanzvorlage am 12. November geben. Die heutige Schwäche ist Goldman Sachs geschuldet: Die US-Investmentbank hat das Kursziel für Infineon von 30,40 auf 25,40 Euro gesenkt, die Einstufung auf "Buy" belassen. Er habe die Schätzungen für die Endnachfrage der Automobilindustrie und der industriellen Fertigung nach Halbleitern angepasst, schrieb Analyst Alexander Duval in seiner aktuellen Studie. Infineon sei jedoch nach wie vor gut positioniert in wachstumsstarken Geschäftsfeldern. Spekulative Anlegernaturen können erste Positionen aufbauen.

 

 

 

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