Infineon
- Maximilian Völkl

Infineon: Das spricht gegen eine Übernahme

Nach dem Rücksetzer in der vergangenen Woche zeigt sich die Infineon-Aktie am Donnerstag bestens erholt. Im freundlichen Marktumfeld zählt der Chiphersteller zu den stärksten Werten im DAX. Die Übernahmefantasie in der Branche treibt weiter an. Das Management will davon aber nichts hören.

„Wir sind kein Schnäppchen“, erklärte Konzernchef Reinhard Ploss zuletzt. Wer Infineon übernehmen wolle, müsse zeigen, dass er bei der Fertigung besser sei als der DAX-Konzern. Die teure Fertigung hochwertiger Produkte sei so auch ein Schutz gegenüber Übernahmen. Helfen dürfte dabei auch die Integration von International Rectifier in das eigene Portfolio.

International Rectifier liefert Leistungshalbleiter für die US-Raumfahrtindustrie. Bereits bei Aixtron hat die US-Regierung gezeigt, dass sie sicherheitsrelevante Unternehmen bei Übernahmen aus China genau begutachtet. Bei Angeboten aus dem Reich der Mitte dürfte aber auch die Bundesregierung einen genaueren Blick auf den Interessenten werfen. Der Hintergrund: Bausteine für Personalausweise und Reisepässe gehören ebenfalls zum Portfolio von Infineon. Zu beachten ist jedoch, dass ein Veto nicht allgemeingültig ist. Dank der starken Entwicklung und der attraktiven Bewertung dürfte Infineon auch für Wettbewerber aus anderen Ländern interessant sein.

Schönes Bild

Eine weitere Übernahme in der Branche ist durchaus möglich, allerdings sollten Anleger auch aufgrund der Bedenken gegenüber chinesischen Investoren nicht komplett auf dieses Pferd setzen. Der Vorteil bei Infineon: Der Konzern ist in den wachstumsstarken Sparten mit Chips für Auto- und Industriekonzerne stark aufgestellt. Das attraktive Chartbild spricht ebenfalls für ein Investment. Anleger lassen die Gewinne laufen. Der Stoppkurs liegt bei 14,00 Euro.

 


 

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