Inditex
- Martin Mrowka - Redakteur

Inditex legt zu: Aktie von Zara-Mutter profitiert von guten Geschäftszahlen

Der spanische Modehändler Industria de Diseno Textil SA, kurz Inditex, hat in den ersten neun Monaten des Geschäftsjahres 2017/18 von einer stärkeren Verzahnung seiner stationären Geschäfte mit dem Onlinehandel profitiert. Die Inditex-Aktie machte am Mittwochvormittag einen Satz aufwärts. 

Umsatzsteigerung nach Neueröffnungen

Das Unternehmen, zu dem Marken wie Zara oder Massimo Dutti gehören, ist einer der weltweit größten Textileinzelhändler. Inditex investierte zuletzt stark in Technologie, aber auch in Neueröffnungen oder Modernisierungen. Zudem experimentiert der Konzern im Online-Geschäft mit Lieferungen am gleichen oder am nächsten Tag.

Auf der iberischen Halbinsel sucht Inditex derzeit einen Käufer für 16 Zara-Stores. Ein Inditex-Vertreter erläuterte, dass der Verkauf zur Vereinheitlichung der Leasingstrategie beitragen solle. Hintergrund dürfte jedoch sein, dass nun erst in Spanien der Zara-Online-Handel startet.

Im Berichtszeitraum per Ende Oktober stieg der Inditex-Umsatz um zehn Prozent auf fast 18 Milliarden Euro, wie das Unternehmen mitteilte. Das operative Ergebnis (Ebit) legte um sechs Prozent auf knapp drei Milliarden Euro zu und lag damit im Rahmen der Erwartungen.

Mittelfristigen Abwärtstrend verlassen

Die viel beachtete Bruttomarge sank hingegen leicht von 57,9 Prozent ein Jahr zuvor auf nun 57,4 Prozent. Hier wirkte sich wie bereits im ersten Halbjahr auch der vergleichsweise starke Euro-Kurs negativ aus, da die Kosten überwiegend in der europäischen Währung anfallen. 55 Prozent der Umsätze fallen jedoch im außereuropäischen Raum an, wie die Analysten von Société Générale schätzen. Unter dem Strich stieg der Inditex-Gewinn auf 2,3 Milliarden Euro – ein Plus von sechs Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum.

Die Inditex-Aktie schickt sich an, mit dem aktuellen Kurssprung um zeitweise gut vier Prozent auf 32 Euro einen mittelfristigen Abwärtstrend nach oben zu verlassen. Gelingt auch der Sprung über die 200-Tage-Linie bei 33 Euro nachhaltig, ist der Weg frei zum Allzeithoch bei 36,83 Euro, das Anfang Juni markiert wurde. Mega-Kurssprünge darüber hinaus sind jedoch vorerst nicht zu erwarten.

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