Deutsche Bank
- Florian Söllner - Leitender Redakteur

Hoppla: Moody´s senkt Ausblick der Deutschen Bank

Im späten Handel musste die Aktie der Deutschen Bank noch Neuigkeiten aus den USA verdauen. Die US-Ratingagentur Moody's hat den Ausblick für die Kreditwürdigkeit der Deutschen Bank gesenkt. Statt mit "stabil" stufen die Analysten die Aussichten für Deutschlands größtes Kreditinstitut nun mit "negativ" ein. Die Ratings bestätigte Moody's am Donnerstag derweil.

Analyst Peter Nerby sieht die Bank vor großen Herausforderungen. Im Vergleich zu anderen Großbanken mit einem stabileren Geschäft und einem größeren Zufluss an Gewinnen habe die Deutsche Bank einen geringeren Spielraum, um das sich veränderte Marktumfeld zu meistern und gleichzeitig die Aktionäre sowie die Regulierungsbehörden zufrieden zu stellen.

So habe sich die Deutsche Bank zum Ziel gesetzt, binnen drei Jahren ihre Bilanz aufzuräumen, ihre Kapitalausstattung zu verbessern, die Profitabilität zu steigern, das Geschäftsmodell besser auszutarieren und zugleich auch einen Wandel in der Firmenkultur herbeizuführen. Hinzu kommen ehrgeizige Kostensenkungsziele. Das Institut habe bei diesen Vorhaben zwar bereits gute Fortschritte gemacht, allerdings werde ein Großteil der erzielten Einsparungen durch die Kosten für die Sparprogramme sowie Rückstellungen für Strafzahlungen wie etwa im Libor-Skandal aufgezehrt.

Chance und Risiko

DER AKTIONÄR hält aufgrund der verlgleichsweise günstigen Bewertung – das 2014er-KGV liegt bei 9 – an seiner Empfehlung fest. Doch risikolos ist auch die Aktie der Deutschen Bank nicht. Zwar hat sich die Kernkapitalquote stark verbessert. Doch die wichtiger werdende Leverage Ratio lag zuletzt nur bei vergleichsweise niedrigen 3,1 Prozent. Fazit: Dabeibleiben, aber Stoppkurs bei 29,00 Euro beachten.

Mit Material von dpa-AFX.

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