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- Benedikt Kaufmann

Handelsstreit: Eine Gefahr für die Chip-Branche

Die neuen US-Zölle sind eine Gefahr für die Halbleiterbranche, auch wenn die Aktien der Unternehmen bisher nur wenig unter Druck geraten sind.

Laut der Semiconductor Industry Association belief sich der Wert der aus China importierten Halbleiterprodukte auf 2,5 Milliarden Dollar im Jahr 2017. Für diese Produkte dürften ab dem 6. Juli Zölle von 25 Prozent anfallen. Betroffen sind insbesondere Speicherchips für Festplatten sowie Maschinen zur Qualitätssicherung im Rahmen der Chipentwicklung. Doch damit nicht genug. Weitere Zölle, die erst später in Kraft treten könnten, dürften noch mehr Produkte umfassen.

Unabhängig von den Produkten, könnten die US-Zölle jedoch auch Auswirkungen auf den Deal zwischen Qualcomm und NXP Semiconductors haben. Seit längerem wird hier auf die Zustimmung der chinesischen Wettbewerbshüter gewartet. Ein Ausufern des Handelsstreits dürfte einen erfolgreichen Abschluss des Zusammenschlusses dabei nicht gerade beschleunigen.

Während Tech-Aktien vom Handelsstreit kaum beeinflusst werden, könnte die Halbleiterbranche künftig den Druck seitens der US-Politik zu spüren bekommen. Dem stabilen Wachstum der Branche dürfte der Handelsstreit dagegen nicht gefährlich werden. Langfristig ist bei den Top-Picks des AKTIONÄR mit weiter steigenden Kursen zu rechnen. An dieser Stelle sind insbesondere Intel, Texas Instruments, Xilinx und Nvidia zu nennen.

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