Grammer
- Marion Schlegel - Redakteurin

Grammer mit Mega-Auftrag aus den USA – Aktie feiert großes Comeback

Die Aktien von Grammer steigen am Mittwoch nach der Bekanntgabe eines Großauftrags um fast sechs Prozent 21,55 Euro. Damit lagen sie einsam an der Spitze des SDAX. Allerdings hatten die Papiere des Automobilzulieferers seit Mitte April auch nahezu die Hälfte ihres Wertes eingebüßt. Grammer habe vom "weltweit größten Hersteller von Baumaschinen" die größte Bestellung für Fahrersitze der Unternehmensgeschichte erhalten, teilte der Spezialist für die Fahrzeug-Innenausstattung mit. Damit steige das bestehende Umsatzvolumen mit diesem Kunden von einem jährlich einstelligen Millionenbetrag ab 2017 auf einen mittleren zweistelligen, hieß es. Wie aus Branchenkreisen verlautete, handelt es sich bei dem Grammer-Kunden um den US-Baumaschinenkonzern Caterpillar.

Das Düsseldorfer Bankhaus Lampe hat die Aktie des Fahrzeugsitze-Herstellers Grammer auf die "Alpha Liste" gehoben und die "Kaufen"-Einstufung mit Kursziel 30 Euro beibehalten. Das Papier des Autozulieferers sei überverkauft und biete Anlegern derzeit eine interessante Einstiegsgelegenheit, erklärte Analyst Christian Ludwig.

Abstauberlimit erreicht

Zuvor war die Grammer-Aktie allerdings erheblich unter Druck geraten. Der Autozulieferer hatte Ende Juli seine Prognose für das Gesamtjahr gekappt. Demnach rechnet Grammer für 2015 mit einem Rückgang des Gewinns vor Zinsen und Steuern (Ebit) um rund 15 Millionen Euro gegenüber dem Vorjahr auf 42 Millionen Euro. Zuvor hatte Grammer ein Ebit auf Vorjahresniveau erwartet. Als Gründe für den pessimistischeren Ausblick nannte das Unternehmen eine weiterhin angespannte Marktsituation, eine ausbleibenden Erholung im zweiten Halbjahr in Brasilien und im Agrarbereich sowie einen überraschenden Einbruch des Nutzfahrzeugmarkts in China.

Im Zuge des Kursrückgangs der vergangenen Wochen wurde das Abstauberlimit des AKTIONÄR bei 23,50 Euro erreicht. Anleger bleiben nun investiert, sichern ihre Position aber mit einem Stopp bei 18,30 Euro nach unten ab.

(Mit Material von dpa-AFX)


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