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- Andreas Deutsch - Redakteur

Goldman Sachs: 2016 wird kein gutes Börsenjahr

2015 hat die Anleger viele Nerven gekostet. 2016 wird es nicht viel anders sein, meinen die Experten von Goldman Sachs. Zumindest in den USA. Einige Aktien seien aber kaufenswert.

Goldman Sachs legt sich fest: 2016 wird ein enttäuschendes Jahr für die Anleger. Der S&P wird am Ende des Jahres fast genau da notieren, wo er aktuell steht: bei 2.100 Punkten.

„Für die schlappe Performance gibt es mehrere Gründe“, sagt David Kostin, US-Chef-Analyst bei Goldman Sachs. „Nämlich: die im historischen Vergleich recht hohe Bewertung von Aktien, der starke Dollar, der den Export beeinträchtigt, und die nachlassende Profitabilität der Konzerne.“

Auch die Zinspolitik der US-Notenbank wird den Aktienkursen schaden, so Goldman-Sachs-Chefvolkswirt Jan Hatzius. Er erwartet gleich vier Zinserhöhungen 2016 – insgesamt um ein Prozent.

Wer trotzdem Geld in US-Aktien investieren möchte, sollte Unternehmen auswählen, die den Löwenanteil ihrer Umsätze in den USA machen. „Diese Firmen werden nicht so hart vom steigenden Dollar getroffen“, so Kostin. Er empfiehlt für 2016 Amazon, Chipotle Mexican Grill, Whole Foods und Wells Fargo.

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  • Margin Call -
    Amazon ist extrem hoch bewertet. In den letzten Jahren sind gerade die US-Technologietitel gut gelaufen, die keine Gewinne, sondern nur Wachstum vorweisen konnten. Man bekam den Eindruck, Gewinne waren unsinnigerweise sogar schädlich für die Kursentwicklung. Mit der Zinswende wird die Zeit der Phantasietitel aber enden. Das könnte nicht nur zu einer Neubewertung von z. B. Uber führen, sondern auch von Amazon.

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