Gold
- Markus Bußler - Redakteur

Gold: Zurück zur Goldwährung?

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Es wird spannend: Am 30. November stimmen die Schweizer über einen Volksentscheid ab, der es in sich hat. Die Initiative „Rettet unser Schweizer Gold“ hat sieht die Goldreserven für die Zukunft des Schweizer Frankens als enorm wichtig an. Daher haben die Initiatoren gleich mehrere zentrale Forderungen über die die Schweizer Bürger abstimmen können.

Die zentralen Punkte:


- Keine weiteren Goldverkäufe
- Geldreserven sollen in der Schweiz gelagert werden
- Der Goldanteil an Nationalbank-Aktiva muss mindestens 20 Prozent betragen

„Bis in den Neunzigerjahren gab es auf der Welt nichts Solideres als die Schweizerische Nationalbank“, heißt es auf der Internetseite www.gold-initiative.ch. „Dann kam der Einbruch: Unter inländischem und vor allem ausländischem Druck erklärte die Nationalbank einen Großteil ihrer Goldreserven als überflüssig.“ Dies jedoch sein ein Fehler gewesen, schließlich könne nur Gold die Handlungsfähigkeit der Notenbank bewahren.

Aufgeblähte Bilanzsumme

Seit Lehman hat sich die Geldpolitik in der Schweiz gewaltig gewandelt. Die Geldmenge stieg gewaltig, die Nationalbank hat ihre Bilanzsumme auf 470 Milliarden Schweizer Franken ausgeweitet. Die Nationalbank hat eine Untergrenze von 1,20 Euro zur europäischen Gemeinschaftswährung festgelegt und hat in der Vergangenheit zur Verteidigung dieser Linie mehrfach auf dem Devisenmarkt intervenieren müssen – und das hat die Bilanzsumme aufgebläht.


Setzt sich die Initiative am 30. November mit ihrer Forderung durch, dann könnte dies massiven Druck auf die Schweizer Notenbank ausüben. Stand heute müsste die Schweiz dann über 1.500 Tonnen Gold kaufen. Und ob diese Goldmenge so einfach beschafft werden könnte, darf stark bezweifelt werden. Im Ergebnis dürfte die Schweiz dann über Jahre als Nettokäufer auf dem Markt auftreten. Und das könnte den Goldpreis stützen.

http://www.daf.fm/video/gold-experte-bussler-das-sind-meine-favoriten-50174259.html

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