Gold
- Markus Bußler - Redakteur

Gold: Und alle warten auf Freitag

Der Goldpreis scheint seine Konsolidierungsphase beendet zu haben. Dennoch ist der Ausbruch über das Jahreshoch bislang noch nicht nachhaltig geglückt. Kein Wunder, steht doch am Freitag das nächste kursbewegende Ereignis an: der US-Arbeitsmarktbericht. Die Zahlen dürften kurzfristig die Richtung bei Gold und Silber bestimmen.

Erwartet werden derzeit 170.000 neu geschaffene Stellen außerhalb der Landwirtschaft. Die letzten beiden Arbeitsmarktberichte haben ganz unterschiedliche Richtungen vorgegeben. Der Arbeitsmarktbericht für den Monat Mai war eine riesige Enttäuschung, der Arbeitsmarktbericht für Juni hingegen lag deutlich über den Erwartungen. Prognosen sind daher mit Vorsicht zu genießen.

BIP wächst schwächer als erwartet

Liegen die Zahlen über den Erwartungen, dann dürfte die Zinsphantasie in den USA wieder aufblühen. Und das wiederum dürfte kurzfristig auf dem Goldpreis lasten. Zuletzt war die Wahrscheinlichkeit einer Zinsanhebung im laufenden Jahr auf nur noch ein Drittel gefallen. Vor allem das sehr schwache BIP im zweiten Quartal lastet derzeit auf der US-Wirtschaft.

Der Goldpreis dürfte vermutlich bis zur Bekanntgabe der US-Arbeitsmarktdaten am morgigen Freitag, 14.30 Uhr, konsolidieren. Kurzfristig dürften die Daten die Richtung vorgeben: Liegen sie über den Erwartungen, dürfte dies für Druck auf den Goldpreis sorgen. Ein erneuter Einbruch hingegen dürfte die Sorgen um die US-Wirtschaft schüren und den Goldpreis beflügeln. Mittelfristig präsentiert sich Gold neben Silber als großer Gewinner des Jahres 2016 - und das sollte auch so bleiben. Ein Rücksetzer könnte also eine durchaus willkommene Einstiegsgelegenheit darstellen.

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