Gold
- Markus Bußler - Redakteur

Gold: Selbst die Super-Bullen werden vorsichtig

Interessant, interessant: Es kommen immer mehr vorsichtige Worte zum Goldmarkt. Und diesmal sogar von einem bekennenden Goldbullen. Charles Oliver , Manager des Sprott Gold & Precious Minerals Fund, hat sich in einem Interview zu Wort gemeldet und zeigt sich zwar weiterhin überzeugt von Gold. Doch beim Kursziel beginnt er zu wanken.


Bislang zeigte sich Oliver überzeugt, dass der Goldpreis bis zum Jahresende bei 1.500 Dollar stehen wird. Doch inzwischen räumt er ein, dass dieses Ziel womöglich nicht erreicht wird. Langfristig jedoch soll Gold auf 1.500 Dollar, 2.000 Dollar und noch höher steigen. Die Bodenbildung könne sich länger hinziehen als gedacht, sagt er jetzt. Dennoch: Für Anleger soll es sich lohnen, die Durststrecke zu überstehen, wie er in dem auf Sprott Money News veröffentlichten Interview sagt.

China übernimmt Vormachtstellung
Oliver glaubt, dass China mehr und mehr die Zügel in die Hand nimmt. In dem Interview, das Sie in einer deutschen Übersetzung auf www.goldseiten.de finden, spricht OIiver darüber, dass China seine Goldreserven langfristig auf mehr als 10.000 Tonnen aufstocken werde. Das asiatische Land sei damit auf einem guten Weg, die Zügel in Sachen Preisfestlegung in die Hand zu nehmen. Der Westen hingegen verliere mehr und mehr Macht. Ein Indiz: Die internationale Goldbörse in Shanghai habe am vergangenen Donnerstag ihren Betrieb aufgenommen.

Dass jetzt selbst die extrem optimistischen Marktteilnehmer vorsichtig werden, kann durchaus als gutes Zeichen gewertet werden. Zwar ist von Oliver nicht zu erwarten, dass er ins Bärenlager wechselt. Dennoch: Seine vorsichtigeren Töne mit Blick auf den Goldpreis könnten darauf hindeuten, dass der Tiefpunkt tatsächlich in greifbare Nähe rückt. Häufig ist eine extrem negative Stimmung der Wendepunkt in einem Markt. Dies kann durchaus auch für den Goldmarkt gelten. Kurzfristig bleibt der vorgestellte Short jedoch die beste Wahl.

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