Gold
- Markus Bußler - Redakteur

Gold: Nur keine Panik

Zugegeben: Gestern Abend war ich an dieser Stelle noch etwas zuversichtlicher, was den Goldpreis betrifft. Einiges deutete auf einen Intraday-Turnaround hin. Der Goldpreis hatte etwa zur Hälfte des US-Handels seine Verluste nahezu aufgeholt. Doch am Ende ging ihm die Kraft aus. Und auch heute notiert das Edelmetall schwächer.

Sicher: Die Entspannung auf der Krim führt dazu, dass wieder Geld aus dem sicheren Hafen Gold abfließt und in Standardaktien umgeschichtet wird. Doch allmählich sollte dieser Vorgang abgeschlossen sein. Dennoch steht Gold unter Druck. Aus charttechnischer Sicht trübt sich das Bild allmählich ein. Doch die Chancen auf ein Ende der Konsolidierung stehen weiterhin gut.

Was macht Silber?

Zum einen lässt der Druck auf die weiteren Edelmetalle nach. Palladium und Platin notieren in etwa auf Höhe ihres Vortageskurses. Und auch bei Silber gibt es kaum noch Dynamik nach unten. Nun ist Gold in der jüngsten Aufwärtsbewegung besser gelaufen als Silber. Dass Gold nun etwas stärker – und vielleicht auch länger – konsolidiert, wäre nicht dramatisch. Ohnehin wäre ich froh, wenn sich das Gold-Silber-Ratio langsam zu Gunsten von Silber verschieben würde. Dies wäre ein Zeichen dafür, dass der Markt eher mit inflationären denn mit deflationären Tendenzen rechnet. Zudem waren die größeren Aufwärtsbewegungen bei Gold in jüngster Zeit stets von einer Outperformance von Silber begleitet.

Werfen Sie bei dieser Gelegenheit ruhig einmal einen Blick auf die Minenaktie – oder besser noch auf den Minenindex HUI. Hier könnte die Trendwende nach oben eingeleitet werden. Die Minenaktien haben sich gestern im Handelsverlauf bereits von den Tiefständen lösen können. Geht dieser Trend weiter, dann deutet dies auf ein Ende der Konsolidierung hin. Auch wenn solche Phasen beim Goldpreis alles andere als schön sind und vielen von uns das vergangene Jahr noch tief in den Knochen steckt: Der Minensektor bietet in diesem Jahr mehr Chancen als viele andere Anlageklassen. Doch die Anleger werden starke Nerven brauchen.

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