- DER AKTIONÄR

Gold: Märkte am Abgrund = Comeback von Gold?

DAX und Dow gehen auf Tauchstation – ein Ende des billigen Geldes verunsichert die Märkte. Anleger nehmen reihenweise Gewinne mit und sorgen so für eine Verschärfung des Abwärtsdrucks. „Das war nicht anders als QE1 und QE2 ausgelaufen sind“, erinnert Markus Bußler vom Anlegermagazin DER AKTIONÄR in der Sendung Börse Live – Gold spezial.

Auch damals haben die Märkte verunsichert reagiert. „Die Märkte sind mittlerweile abhängig, abhängig vom billigen Geld“, sagt Bußler in der Sendung "Börse Live - Gold spezial". Doch was wird die FED machen, wenn sich die Krise an den Märkten verstärkt. Riskiert sie, dass erneut Finanztitel in den Abwärtsstrudel gerissen werden? Oder folgt ein neues Programm, um den Markt mit Geld zu versorgen. „Die FED hat nicht mehr viele Möglichkeiten.“ Schließlich liege die Inflation in den USA mit 2,1 Prozent schon knapp über der Zielmarke von zwei Prozent. Ein neuerliches Programm könnte die Inflation schnell auf drei oder vier Prozent befördern – und sie könnte außer Kontrolle geraten.

Auffällige Muster
Die Bewegungen bei Gold sieht Bußler derweil als eher zufällig an. Getrieben von kurzfristigen Nachrichten lasse sich derzeit kein Trend ausmachen. Es könnte durchaus noch einmal nach unten gehen. Auch wenn die fundamentalen Rahmenbedingungen eher für steigende Kurse sprechen. „Kein Wunder, dass einige von Verschwörungstheorien sprechen“, sagte Bußler als Antwort auf eine Leseranfrage. Die FED habe sicherlich ein Interesse daran, dass der Goldpreis nicht zu fest sei. Zum einen bedeute ein hoher Goldpreis ein Misstrauen gegen den Dollar, zum anderen sei auch die jüngste Geschichte auffällig. Der Abwärtsdruck beim Gold habe kurz nach der Meldung begonnen, dass der US-Bundesstaat Utah Gold und Silber wieder als offizielle Währung zugelassen haben. „Das muss ein Schlag ins Gesicht der FED gewesen sein“, vermutet Bußler. Die Gefahr sei groß gewesen, dass andere Bundesstaaten diesem Vorbild folgen könnten.


Der Redakteur des AKTIONÄRs nimmt auf Zuschauernachfrage auch die Aktien von Yamana Gold und Coronet unter die Lupe. Obwohl die Übernahme von Osisko durch Yamana und Agnico Eagle alles andere als günstig gewesen sei, dürfte sich das Vorhaben auf mittlere Sicht positiv für Yamana auswirken. Das Wachstum jedenfalls sei gesichert. Die Aktie sei für Investoren durchaus interessant. Anders sieht es bei Coronet aus. Das Unternehmen habe ein durchaus interessantes Geschäftsmodell vorgestellt, sei aber letztlich bei der Goldproduktion gescheitert. Man sei momentan bemüht die Firma zu retten. Inwieweit dies jedoch gelingt, stehe in den Sternen. Die Sendung können Sie gleich hier ansehen.

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  • Thomas Dörr -
    Gold als kleiner Teil des Vermögens ist sicher notwendig. Fragt sich nur wann ein günstiger Zeitpunkt ist um Gold zu kaufen....tja. Wenn die Aktienkurse fallen sollte Gold eigentlich steigen...aber nix passiert...also scheint das noch kein günstiger Zeitpunkt zu sein!

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