Gold
- Markus Bußler - Redakteur

Gold: Es ist noch nicht vorbei

Der vergangene Freitag dürfte den meisten Goldanlegern noch schwer in den Knochen stecken. Nach den Arbeitsmarktdaten ging es mit Gold steil bergab. Es wurden wesentlich mehr neue Stellen geschaffen, als von den Experten erwartet. Und das ist ein Zeichen, dass der Arbeitsmarkt sich stark präsentiert. Und das wiederum schürt die Zinsängste. Die Zinsanhebung durch die US-Notenbank Mitte des Jahres wird damit wahrscheinlicher.

Dass der Sell-off am vergangenen Freitag derart drastisch ausgefallen ist, dürfte dann doch überrascht haben. Schließlich gehen die Experten ohnehin davon aus, dass die Fed die Zinsen anheben wird. Doch auch der starke Dollar dürfte den Goldpreis belastet haben. Schließlich wird Gold auch als Währung gesehen. Und wenn der Dollar gegenüber nahezu allen Währungen an Wert gewinnt – dann eben auch gegen Gold. Das Gute für die Goldanleger im europäischen Raum: Der Goldpreis ist in Euro gerechnet kaum unter Druck gekommen. Und auch bei den Minenaktien halten sich die Abschläge aufgrund des Wechselkurses in Euro im überschaubaren Rahmen.

HUI mit Gap down
Dennoch: Die Minenaktien sind ein Indiz dafür, dass das Schlimmste noch nicht überstanden ist. Schließlich haben sie sich lange Zeit gegen die Abwärtstendenz beim Goldpreis gestemmt. Aber am Freitag hat der wichtigste Index, der HUI, mit einem Gap down eröffnet. Spricht, er hat eine Kurslücke nach unten gerissen. Ob dieses Gap schnell wieder geschlossen wird, darf angesichts der Dynamik doch stark bezweifelt werden.

Die Schwäche beim Goldpreis ist augenfällig. Die Gewinne von Beginn des Jahres sind aufgezehrt. Dass sich auf Eurobasis die Verluste in Grenzen halten, mag für Anleger in physischen Edelmetallen ein schwacher Trost sein. Dennoch dürfte der Blick zunächst einmal nach unten gehen. Aus saisoneller Sicht dürfte das zyklische Tief beim Goldpreis Ende März beziehungsweise Anfang April erreicht werden. Bis dorthin sollten Anleger einen Einstieg auf der Long-Seite vertagen.

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