Gold
- Markus Bußler - Redakteur

Gold: Die Schweizer sagen „Nein“

Überraschend deutlich hab die Schweizer offenbar die Goldinitiative „Rettet unser Gold“ abgelehnt. Nach Angaben des Schweizer Fernsehens haben 78 Prozent gegen die Initiative gestimmt. Das mag den einen oder anderen überraschen. Schließlich lagen die Befürworter noch vor wenigen Wochen in Front. Und zuletzt sah es nach einem Kopf-an-Kopf-Rennen aus.

 

Doch nicht nur die Schweizer Nationalbank (SNB) machte gegen das Vorhaben mobil. Auch Politiker aus fast allen Lagern sprachen sich dagegen aus. Und auch die Berichterstattung in den Medien war einseitig. Vor Massenarbeitslosigkeit wurde gewarnt. Das alles dürfte letztlich zu dem klaren Ergebnis geführt haben. Die Initiative wollte, dass die Schweizer Nationalbank künftig 20 Prozent ihrer Aktiva in Gold vorhält. Zudem sollte einmal erworbenes Gold nicht wieder verkauft werden und alle Goldbestände in der Schweiz gelagert werden. Bislang hält die SNB rund sieben Prozent der Bilanzsumme in Gold. Die Nationalbank hatte in den vergangenen Jahren massiv Gold verkauft – und zwar nicht gerade zu Höchstkursen.

 

Das „Nein“ kommt nicht ganz überraschend. DER AKTIONÄR hatte an dieser Stelle bereits darauf hingewiesen, dass sich wohl die Gegner durchsetzen werden. Einzig die Deutlichkeit überrascht doch. Da sich Long-Positionen im Vorfeld der Abstimmung verboten haben, dürfte die Reaktion des Goldpreises bereits im asiatischen Handel interessant sein. Am Freitag nahm der Goldpreis bereits die Entscheidung zum Teil vorweg. Hohe Verluste standen zu Buche. Dies dürfte ein Vorgriff auf die Entscheidung gewesen sein.  Dennoch dürfte der Goldpreis am Montag noch einmal deutlich unter Druck geraten. Alles andere wäre eine große Überraschung. Doch das könnte eventuell den finalen Abverkauf einläuten, auf den wir gewartet haben. Auch wenn es schwer fällt: Anleger verharren noch an der Seitenlinie und warten die Reaktion des Marktes ab. Vielleicht kommt der Kaufzeitpunkt bei Gold und Minenaktien noch in diesem Jahr. Sehen Sie dazu auch die Sendung „Bußlers Goldgrube“ am morgigen Montag bei Deutschen Anlegerfernsehen DAF (daf.fm).

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