Gold
- Markus Bußler - Redakteur

Gold: Die Korrektur ist abgesagt

Eigentlich schien es ausgemachte Sache: Nach dem zehnprozentigen Anstieg zu Beginn des Jahres machte sich der Goldpreis daran, zumindest ein wenig zu korrigieren. Doch die Kriegsangst in der Ukraine ließ die Anleger wieder in den sicheren Hafen Gold flüchten. Der Goldpreis legt im frühen Handel deutlich zu.

Nachdem jetzt auch die Ukraine ihre Armee in Stellung gebracht hat, wächst die Kriegsangst. Das Verteidigungsministerium berief alle Reservisten ein und versetzte die Streitkräfte in „volle Kampfbereitschaft“. Mittlerweile drohen auch die USA – vorerst freilich nur mit wirtschaftlichen Sanktionen – Russland. Die Angst vor einer Eskalation steigt.

 

Der Goldpreis konnte schon im asiatischen Handel wieder Boden gutmachen. Und steigt auch zu Beginn in Europa weiter. Das verwundert den einen oder anderen Charttechniker. Noch zu Ende der vergangenen Woche gab es zahlreiche Stimmen, die von einer Korrektur gesprochen haben. Dazu kommt: Die Krise auf der Krim dürfte auch die Aktienmärkte unter Druck setzen. Das Kapital flüchtet in die sicheren Häfen. Und das sind traditionell der US-Dollar, der Schweizer Franken und eben auch die Edelmetalle.

Ob die jüngste Aufwärtsbewegung nachhaltig ist, wird sich erst in den kommenden Tagen zeigen. Aus charttechnischer Sicht ist jetzt die Marke von 1.363 Dollar je Unze wichtig. Gelingt es dem Goldpreis, diese Hürde zu überwinden, dann ist tatsächlich ein Angriff auf das Zwischenhoch bei 1.420 Dollar möglich. Ein weiter Weg – doch getrieben durch die Kriegsangst könnte dieses Ziel schneller erreicht werden, als von manch einem vermutet.

Artikel kommentieren:

Um einen Kommentar zu schreiben, müssen Sie eingeloggt sein.
Sie besitzen noch kein Login? Dann registrieren Sie sich kostenfrei.

  • Es sind noch keine Kommentare vorhanden.

Videos zum Thema:

Der Aktionär TV

Mehr zum Thema:

| Markus Bußler | 0 Kommentare

Gold: 1.200 Dollar – und nichts geht mehr?

Der Goldpreis pendelt weiter lustlos und richtungslos um die Marke von 1.200 Dollar. Auf der Oberseite stellt nach wie vor die Marke von 1.220 Dollar einen wichtigen Widerstand dar, nach unten richten sich die Augen auf die Unterstützung bei 1.190 Dollar. Mittlerweile sind es bereits drei Wochen, … mehr
| Markus Bußler | 0 Kommentare

Goldexperte Bußler. Dieses Bild geht um die Welt

Der Goldpreis arbeitet an einem Boden. Und das ist jede Menge harte Arbeit. Der gestrige Tag versetzte den Bullen erneut einen Dämpfer. Sah es doch zunächst danach aus, als ob Gold Richtung 1.220 Dollar laufen kann, beendet einmal mehr Donald Trump mit seinen Aussagen zu China den Aufwärtstrend. mehr
| Markus Bußler | 0 Kommentare

Gold: Die Bären starten die nächste Attacke

Sah es bis zur Mittagszeit so aus, als ob Bullen und Bären beim Goldpreis eine Art Waffenstillstand im Bereich von 1.200 Dollar geschlossen hätten, so kam mit Eröffnung der Comex erneut Verkaufsdruck auf. Der etwas stärkere Dollar und die übergeordnet bearishe Marktstimmung drücken auf den … mehr
| Markus Bußler | 0 Kommentare

Goldexperte Bußler: Silber bald geschenkt?

Der Goldpreis ist kein Augenschmaus. Am Dienstag gab es eine erneute Shortattacke, die Gold bis in den Bereich rund um 1.190 Dollar gedrückt hat. Dort konnten aber die Bullen zumindest einen kleinen Punktgewinn erzielen, indem sie diese Marke verteidigt haben. Noch schlimmer sieht der Silberchart … mehr