Gold
- Markus Bußler - Redakteur

Gold: Der türkische Notgroschen

Der Goldpreis steigt, China hortet Gold und die ETFs verzeichnen auch wieder zaghafte Zuflüsse. Doch wer steht auf der Verkäuferseite? Offensichtlich die türkische Zentralbank. Ihre Goldbestände sind nach Angaben des IWF im Janzar um 31 Tonnen zurückgegangen. Ein Grund zur Panik ist das aber nicht.

Es wäre schlicht und ergreifend falsch, hieraus einen allgemeinen Trend der Zentralbanken zum Verkauf von Gold herzuleiten. Der Verkauf von Gold hat schlicht und ergreifend mit den Währungsturbulenzen zu tun, der sich die türkische Lira ausgesetzt gesehen hat. „Um den Verfall der Türkischen Lira zu stoppen, hatte die türkische Zentralbank am Devisenmarkt interveniert. Die türkische Zentralbank könnte daher Gold veräußert haben, um den Rückgang der Dollarreserven abzufedern. Unter der Annahme eines monatsdurchschnittlichen Goldpreises von 1.245 USD je Feinunze ließen sich durch die Verkäufe ca. 1,25 Milliarden US-Dollar erlösen. Das Interventionsvolumen betrug etwas mehr als 3 Milliarden US-Dollar“, schreibt Eugen Weinberg, Rohstoffexperte bei der Commerzbank auf goldseiten.de. Dieses Beispiel bringt nach Ansicht Weinbergs die Vorzüge von Gold als „Notgroschen“ zum Ausdruck.

Das Geld dürfte vom Markt wohlwollend aufgenommen worden sein. Insbesondere die Chinesen sind nach wie vor als Käufer aktiv. Zudem mehren sich die Gerüchte, wonach die Importzölle auf Gold in Indien auch wieder reduziert werden könnten. Dies würde die Käufe aus Indien auch wieder ankurbeln. Das Land wurde als Goldimporteur Nummer 1 zuletzt von China abgelöst. Auch andere Zentralbanken stocken ihre Goldbestände auf. Das bislang nicht für möglich gehaltene Goldcomeback nimmt immer konkretere Formen an. In physischer Form, sei es als Münzen oder Barren, gehört Gold als Kaufkrafterhalt in jedes gut diversifizierte Depot. Einen hohen Hebel erwerben Anleger mit dem Kauf von Goldminen-Aktien. Eine besonders aussichtsreiche Aktie stellt DER AKTIONÄR in seinem monatlich erscheinenden Report „100 Prozent mit Gold, Silber & Co“ vor. Die neuste, heute erschienene Ausgabe können Sie gleich hier abrufen.

Artikel kommentieren:

Um einen Kommentar zu schreiben, müssen Sie eingeloggt sein.
Sie besitzen noch kein Login? Dann registrieren Sie sich kostenfrei.

  • Es sind noch keine Kommentare vorhanden.

Videos zum Thema:

Der Aktionär TV

Mehr zum Thema:

| Markus Bußler | 0 Kommentare

Gold fällt - und das ist gut so

Keine Sorge, ich bin mit Blick auf die Überschrift auf keinen Fall in das Lager der Goldbären gewechselt. Doch nach mittlerweile zwei Monaten, in denen sich der Goldpreis praktisch überhaupt nicht bewegt hat, ist es an der Zeit, dass diese schier endlose Seitwärtsphase endlich aufgelöst wird. Und … mehr
| Markus Bußler | 0 Kommentare

Goldexperte Bußler: Die Streckfolter geht weiter

Die Bullen haben nur kurz Oberwasser gehabt. Bis zur wichtigen Marke von 1.295 Dollar lief der Goldpreis - nur um dann gleich wieder eingebremst zu werden. „Inzwischen richten sich die Blicke wieder nach unten auf die Marke von 1.260 Dollar“, sagt Markus Bußler. „Vor allem Silber bereitet Sorgen.“ mehr
| Markus Bußler | 0 Kommentare

Gold: Achten Sie auf diese Marken

Gold sendet ein leichtes Lebenszeichen und arbeitet sich im wahrsten Sinne des Wortes nach oben. Aktuell kämpft das Edelmetall mit der wichtigen Marke von 1.295 Dollar. Hier war in den vergangenen Tagen und Wochen Endstation gewesen. Die Frage ist: gelingt dieses Mal der Ausbruch? mehr
| Markus Bußler | 1 Kommentar

Gold wird nie wieder steigen!

Aus und vorbei: Gold wird nie wieder steigen. Und eines ist sicher: Aktien werden ewig steigen und nie wieder zurückkommen. Diese beiden Grundsätze scheinen derzeit in Stein gemeißelt zu sein und sich mehr und mehr unter den Anlegern breit zu machen. Doch Märkte verlaufen in Zyklen. Die immer … mehr
| Markus Bußler | 0 Kommentare

Goldexperte Bußler: Uran + Lithium = Viel Fantasie?

Der Goldpreis tritt weiter auf der Stelle. Das Edelmetall scheint bei 1.280 Dollar sein Niveau gefunden zu haben. „Damit bleibt alles beim Alten. Wichtig ist die Unterstützung bei 1.260 Dollar“, sagt Markus Bußler. Auch beim Silberpreis hat sich in der vergangenen Woche vergleichsweise wenig getan. … mehr