Gold
- Markus Bußler - Redakteur

Gold: Der Dollar sagt „Bye, Bye“

Der Goldpreis musste gestern zwar einen Rücksetzer hinnehmen. Doch die Ausgangslage bessert sich weiter für das Edelmetall. Der Dollar neigt nach dem Sitzungsprotokoll der letzten US-Notenbanksitzung zur Schwäche. Gegenüber dem japanischen Yen fiel der Dollar auf ein neues Mehrjahrestief. Und ein schwächerer Dollar ist im Allgemeinen gut für Rohstoffe.


Uneinigkeit – so kann man das Sitzungsprotokoll der US-Notenbank am besten beschreiben. Eine einheitliche Linie mit Blick auf eine mögliche Zinsanhebung lässt sich daraus nicht herauslesen. Dazu kommt: Der GDP now Index der Atlanta Fed signalisiert derzeit nur ein mageres Wachstum der US-Wirtschaft von 0,4 Prozent im ersten Quartal. Und das engt den Spielraum der US-Notenbank ein.


Auf Mehrjahrestief


Der Dollar jedenfalls verlor nach der Bekanntgabe des Protokolls zu nahezu allen wichtigen Währungen an Wert. Der Dollar kletterte wieder über die Marke von 1,14 und der Dollar fiel gegenüber dem Yen unter die Marke von 110 Yen. Aktuell bekommt man für einen Dollar nicht einmal mehr 109 Yen. Die ewige Dollar-Stärke, die von vielen US-Banken auch heute noch propagiert wird, wird damit immer unwahrscheinlicher.


Das sind gute Nachrichten für den Goldpreis. Zwar stand das Edelmetall gestern noch unter Druck. Doch letztlich ging der Preisverfall der vergangenen Jahre auch mit einem stärkeren Dollar einher. Und ein schwächerer Dollar wiederum erhöht die Chancen auf eine weitere Erholung. Schließlich wird auch Gold als Währung gesehen. Und wenn der Dollar gegenüber anderen Währungen verliert, dann würde dies im Umkehrschluss einen steigenden Goldpreis nach sich ziehen.

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