- Markus Bußler - Redakteur

Gold: Das Ende der Manipulation – Milliardär glaubt an neue Hochs

Im Februar könnte der Goldmarkt erschüttert werden. Dann werden zahlreiche Kontrakte zur Auslieferung fällig. Und offensichtlich sind auch einige große Adressen daran interessiert, sich das Gold auch wirklich physisch liefern zu lassen. Milliardär Eric Sprott sieht jedoch Probleme aufziehen.

„Februar ist der große Ausliefermonat“, sagte Sprott in einem Interview mit King World News. Doch all seine Nachforschungen deuteten daraufhin, dass es ein Scheitern dieser Auslieferungen geben werde. Das könnte den Goldmarkt dazu veranlassen, sich wieder auf die Fundamentaldaten zu konzentrieren – sprich Angebot und Nachfrage.

Gold bewusst gedrückt?

Sprott bemängelt, dass auf der einen Seite die Nachfrage nach physischem Gold ungebrochen hoch sei – alleine die chinesische Schmucknachfrage ist um 39 Prozent gestiegen – auf der anderen Seite aber der Goldpreis nach wie vor unter Druck stehe. „Ich glaube, dass Gold auf seinem Hoch 2011 fair bewertet gewesen ist“, sagt Sprott. Aber Gold sei vor allem wegen der Eurokrise bewusst nach unten gedrückt worden.

„Niemand sollte überrascht sein, wenn Gold neue Hochs erklimmt“, sagt Sprott. Vor allem dann nicht, wenn endlich offensichtlich wird, dass der Goldmarkt manipuliert ist. In den Mittelpunkt seiner Ausführungen rückte dabei auch die Deutsche Bank. „Ich finde es sehr ironisch, dass die Deutsche Bank aus dem Londoner Goldfixing ausgestiegen ist“, sagt Sprott. Für den Edelmetall-Experten gibt es nur einen Grund: Die Ermittlungen wegen des Goldpreis-Fixings.

JPMorgan massiv long

Gestern gab es zudem einen durchaus interessanten Artikel auf TF Metals Report zum Thema Goldauslieferungen. Turd Ferguson verweist dabei vor allem auf die Netto-Long-Position von JPMorgan an der Comex. Im Herbst 2012 sei die US-Bank noch mit 75.000 Kontrakten Netto-Short gewesen. Doch mittlerweile ist JPMorgan massiv auf die Long-Seite gewechselt. Demnach werden 20.000 bis 25.000 Kontrakte Anfang Februar fällig. Und JPMorgan könnte sich durchaus mindestens 8.000 davon physisch ausliefern lassen.

Sollte JPMorgan sich noch mehr Kontrakte ausliefern lassen, könnte es tatsächlich eng werden mit dem Gold an der Comex. Und das wiederum würde die These von Eric Sprott stützten. So oder so: 2014 wird für Goldanleger ein spannendes Jahr werden. Die Chancen auf steigende Notierungen stehen alles andere als schlecht.

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