Gold
- Markus Bußler - Redakteur

Gold: Crash!?


Der Goldpreis steht heute massiv unter Druck. Als Argument wird eine Entspannung auf dem portugiesischen Finanzsektor genannt. Doch diese Ansicht greift wohl zu kurz. Vielmehr dürfte hinter den Kulissen der Druck auf den Goldpreis steigen. Die hohe Short-Positionierung der kommerziellen Händler an der Comex ist ein Hinweis darauf.

So hat heute der renommierte Journalist Lawrence Williams vor einem neuerlichen Goldpreis-Crash – ähnlich dem vom April 2013 – gewarnt. Er sieht vor allem in den deutlich gestiegenen Shortpositionen einen Indikator für fallende Kurse. Große Investmentbanken, allen voran JPMorgan, könnten den Markt in die Richtung dirigieren, in die sie ihn gerne hätten. Sie könnten wieder massiv Papiergold verkaufen. Wiederholt sich also die Geschichte?

Goldman Sachs sieht 1.050 Dollar
Fast scheint es so. Wie sonst soll man erklären, dass sich Jeffrey Curries, Chefanalyst Rohstoffe von Goldman Sachs, ausgerechnet am Wochenende erneut gegenüber Bloomberg zu Wort gemeldet hat und seine Goldpreisprognose von 1.050 Dollar je Unze zum Jahresende wiederholt hat. Das Argument, die US-Wirtschaft werde sich stark erholen, ist für eine derartige Bewegung (immerhin bedeutet das Kursziel ein Minus von 20 Prozent binnen fünf Monaten) wohl zu schwach.

DER AKTIONÄR kann sich dieser Meinung zwar nicht anschließen – und schon gleich nicht dieser Argumentation. Zwar mag sich die US-Wirtschaft in der Tat im zweiten Halbjahr leicht erholen. Doch von einem Boom sind wir weit entfernt. Vielmehr dürften die hohen Short-Positionen Druck auf den Goldpreis ausüben. Jedenfalls gerät der Goldpreis gerade in einen Abwärtsstrudel. Anleger sollten mit Spannung darauf schauen, ob es erneut wie im vergangenen Jahr zu einer Stopp-Welle kommt, die dem Goldpreis weiter nach unten drückt oder ob es bei diesem Minus bleib. Einen Griff ins fallende Messer – insbesondere mit Zertifikaten – sollten Anleger derzeit tunlichst vermeiden.

Artikel kommentieren:

Um einen Kommentar zu schreiben, müssen Sie eingeloggt sein.
Sie besitzen noch kein Login? Dann registrieren Sie sich kostenfrei.

  • Peter -
    Traurig, dass der Goldpreis offenbar schon jahrelang von gewissen Investmentbanken, Staaten und wer weiß von wem noch, manipuliert wird! Von einer vernünftigen, marktwirtschaftlichen preisbildung kann keine Rede sein! Was tun denn bitte die ganzen Aufsichtsorgane der Börsen und Finanzregulierer, die dies zulassen?

Videos zum Thema:

Der Aktionär TV

Mehr zum Thema:

| Markus Bußler | 0 Kommentare

Goldexperte Bußler: Spannung!!!

Spannung: Der Goldpreis arbeitet sich an den wichtigen Widerstand bei 1.300 Dollar heran. Gelingt wirklich auf Wochenschluss der Ausbruch? Noch ist die Entscheidung nicht gefallen. Doch die Chancen stehen gut, dass Gold den wohl wichtigsten Schritt in einen goldenen Herbst überhaupt gehen kann. mehr
| Markus Bußler | 0 Kommentare

Gold: 1.500 Dollar – noch in diesem Jahr?

Sind Sie schon genervt von dem ewigen Sägezahnmarkt bei den Edelmetallen? Schon wieder scheint der Goldpreis beim Versuch, die 1.300 Dollar Marke zu überschreiten, gescheitert zu sein. Nur kurz lugte das Edelmetall über die Marke von 1.290 Dollar, um denn wieder in den Rückwärtsgang zu schalten. … mehr
| Markus Bußler | 0 Kommentare

Goldexperte Bußler: Ausverkauf bei Silberminen!

Der Goldpreis überzeugt derzeit. Die Marke von 1.270 Dollar konnte überwunden werden und Gold schickt sich an, das Doppeltop bei 1.300 Dollar in Angriff zu nehmen. „Ein Ausbruch beim ersten Versuch wäre eine positive Überraschung“, sagt Markus Bußler. Seiner Meinung nach dürfte sich Gold hart tun, … mehr
| Markus Bußler | 0 Kommentare

Gold: Die größte Rallye seit 2009?

Was für ein zähes Jahr für Goldanleger. Nach einem famosen Start folgte ein schier nicht enden wollender Seitwärtstrend – auch gerne als Sägezahnmarkt bezeichnet. Kaum glaubten Anleger, der Goldpreis könnte ausbrechen, legte er den Rückwärtsgang ein. Zweimal schon scheiterte der Goldpreis beim … mehr