Gold
- Markus Bußler - Redakteur

Gold: China, immer wieder China

Die Nachfrage nach physischem Gold wird längst nicht mehr von den westlichen Industrienationen bestimmt. Vielmehr sind es Indien und vor allem China, die physisches Gold stark nachfragen. Jetzt wagt sich das World Gold Council mit einer durchaus optimistischen Prognose hervor.

In China wird die Nachfrage nach Gold nach Einschätzung des führenden Interessenverbands der Goldindustrie in den kommenden Jahren stark ansteigen. Bis zum Jahr 2017 sei mit einem Zuwachs der Nachfrage um etwa 25 Prozent zu rechnen, hieß es in einer am Dienstag veröffentlichten Prognose des World Gold Council. Demnach sollten in drei Jahren etwa 1350 Tonnen Gold im bevölkerungsreichsten Land der Welt einen neuen Besitzer finden. 

Schwaches Jahr 2014

Allerdings dürfte die Goldnachfrage in China im laufenden Jahr noch vergleichsweise schwach ausfallen, hieß es weiter in der Prognose. Die Ursache sieht der Verband in einer Gegenbewegung, nachdem die Chinesen im vergangenen Jahr noch vergleichsweise viel Gold gekauft hatten. Nach einer Einschätzung des World Gold Council vom Februar hatte China im vergangenen Jahr 28 Prozent der weltweiten Nachfrage gestellt.

Schwacher Goldpreis

Trotz der Prognose ging der Goldpreis auf Talfahrt. Der Goldpreis notiert aktuell knapp zwei Prozent im Minus. Es scheint erneut ein Kampf zwischen Bullen und Bären um die 200-Tage-Linie zu entbrennen. Rohstoffexperten der Commerzbank erklärten den Rückgang am Dienstag guten Konjunkturdaten aus den USA. Diese hätten den Dollarkurs steigen lassen, und dies wiederum habe den Goldpreis unter Verkaufsdruck gesetzt. Seit Jahresbeginn hatte sich das gelbe Edelmetall allerdings um etwa zehn Prozent verteuert.

(mit Material von pa-AFX)

Artikel kommentieren:

Um einen Kommentar zu schreiben, müssen Sie eingeloggt sein.
Sie besitzen noch kein Login? Dann registrieren Sie sich kostenfrei.

  • Es sind noch keine Kommentare vorhanden.

Videos zum Thema:

Der Aktionär TV

Mehr zum Thema:

| Markus Bußler | 0 Kommentare

Goldexperte Bußler: Es wird Zeit für die Bullen

Der Goldpreis hat in den vergangenen Tagen und Wochen deutlich korrigiert. Allerdings ist das nach einer 10,5-prozentigen Rallye auch nicht ungewöhnlich. Nachdem die Bullen bislang wenig entgegenzusetzen hatte, wird es nach Ansicht von Markus Bußler langsam Zeit. Bei 1.300/1.307 Dollar sollte ein … mehr
| Markus Bußler | 0 Kommentare

Barrick Gold: Ein weiterer Rückschlag

Es ist schon ein paar Monate her, da war Pascua-Lama in aller Munde. Zumindest in der Goldbranche. Das riesige Projekt im chilenisch-argentinischen Grenzgebiet sollte Barricks Zukunft sein – und wurde zu einem Milliardengrab. Auch wenn es ruhig geworden ist: Das Projekt beschäftigt Barrick noch … mehr
| Markus Bußler | 0 Kommentare

Ausverkauf, Panik, Jammern – und Gold

Jeder hat es mitbekommen: Der Dow Jones ist eingebrochen, der DAX folgt ihm brav und auch in Asien herrscht Verzweiflung. Und medial klingt das auch dramatisch. „Der größte Punkte-Verlust der Geschichte.“ Stimmt – ist aber natürlich nur die halbe Wahrheit. Tatsächlich hat der Dow vom Top rund 8,5 … mehr
| Markus Bußler | 0 Kommentare

Goldexperte Bußler: Gold konsolidiert, aber ...

Gold und Silber konsolidieren gerade ihren Anstieg seit Mitte Dezember. Das Plus beim Goldpreis summierte sich binnen fünf Wochen immerhin auf 10,5 Prozent. Die Konsolidierung war also überfällig. Grund zur Panik besteht nicht. „Bislang halten alle wichtigen Unterstützungen“, sagt Markus Bußler. mehr
| Markus Bußler | 0 Kommentare

Gold: Letzte Chance für die Bären?

Der Goldpreis hat in der vergangenen Woche genau an der Marke von 1.366 Dollar gedreht. Und das entspricht genau dem Hoch aus dem Sommer 2016. Die Bären wittern ihre Chance und sind kurzfristig am Drücker. Trotz der zuletzt leicht schlechteren COT-Daten ist die Short-Seite bei Gold aktuell … mehr