Gold
- Marion Schlegel - Redakteurin

Gold: Alles nur eine große Bullenfalle?

Der Goldpreis pendelt um die Marke von 1.240 Dollar. Doch neue Impulse sind Fehlanzeige. Stellt sich der Ausbruch der vergangenen Woche als große Bullenfalle herausstellen? Oder startet der Goldpreis jetzt nach oben durch? „Im Moment sollten selbst kurzfristig orientierte Trader zurückhalten“, rät Markus Bußler, Rohstoffexperte beim Anlegermagazin DER AKTIONÄR.

Seiner Ansicht nach ist eine kurzfristige Prognose extrem schwierig. Und selbst mittelfristig würden viele Investoren im Dunkeln tappen, wie es mit dem Goldpreis weitergeht. So habe sich kürzlich Jim Rogers zu Wort gemeldet und gesagt, der Goldpreis könnte durchaus bis in den dreistelligen Bereich fallen. Allerdings halte er auch höhere Kurse für möglich. „Mit anderen Worten: Derzeit will keiner eine Prognose abgeben“, sagt Bußler in der Sendung "Börse live - Gold spezial" des Deutschen Anlegerfernsehens DAF. Auch die Positionierung an der Comex lasse derzeit kaum Rückschlüsse zu: Die Commercials hätten ihre Shortpositionen leicht erhöht, die großen Anleger dafür ihre Longpositionen und die Kleinanleger seien seit langer Zeit wieder einmal Short auf Gold. Das einzig Gute für die Goldbullen: „Die Kleinanleger liegen an der Comex meistens falsch.“

Ebola und IS

Bußler geht außerdem auf einen möglichen deflationären Schock ein. Seiner Ansicht nach könnten Ebola, ein Terroranschlag oder auch die Proteste in Hongkong zu einem deflationären Umfeld sorgen. Allerdings sollte sich Gold in einem solchen Fall noch vergleichsweise gut schlagen. „Sicherlich ist Gold ein Rohstoff“, sagt Bußler, „aber es ist auch Geld.“ Auch 2008 habe Gold in den ersten Jahren nach einem kurzen Einbruch den Aktienmarkt deutlich outperformt.

Ein weiterer Blick gilt Silber. Das Gold/Silber-Ratio ist mittlerweile auf über 70 geklettert. „Bei einer nachhaltigen Edelmetall-Hausse sollte Silber aber Gold outperformen“, sagt Bußler.Das Gold/Silber-Ratio sollte in diesem Fall wieder bis den Bereich von 40 bis 50 zurückfallen. An eine Rückkehr zum historischen Durchschnitt, der bei ungefähr 1:15 liegt, glaubt Bußler hingegen nicht. Das hätten die vergangenen Jahre deutlich gezeigt. Weitere Themen in der Sendung sind Panoramic Resources und der Einsatz gefährlicher Chemikalien bei der Gold-Gewinnung. Die Sendung können Sie gleich hier abrufen.

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| Markus Bußler | 0 Kommentare

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