Gold
- Marion Schlegel - Redakteurin

Gold: … dann gibt es ein Blutbad

Der Goldpreis knickt heute erneut ein. Das Edelmetall steht seit Tagen unter Druck. Und eine Trendwende scheint nicht in Sicht. Hauptverantwortlich für den jüngsten Einbruch ist nach Ansicht von Markus Bußler, Rohstoffexperte beim Anlegermagazin DER AKTIONÄR, vor allem die Stärke des US-Dollars gegenüber anderen wichtigen Währungen.

„Ob es aber wirklich eine Stärke des Dollars ist, wage ich zu bezweifeln“, sagt Bußler in der Sendung „Börse live – Gold spezial“. Seiner Ansicht nach sei es vielmehr eine Schwäche des Euro und des Yen. Sowohl in Europa als auch in Japan liefe die Wirtschaft alles andere als gut. Mit anderen Worten: Die plötzliche Stärke des Dollars habe weniger mit einer florierenden US-Wirtschaft als vielmehr mit einer schwachen Wirtschaft im Euroraum und in Japan.

Absicherung gestaltet sich schwierig
Dennoch: Der starke Dollar belastet den Goldpreis. Guter Rat sei daher teuer. Denkbar sei natürlich eine Absicherung über Put-Optionsscheine. Aber ob die Abwärtsbewegung wirklich so stark ausfällt, dass sich eine solche Absicherung auszahlt, sei alles andere als sicher. Zumindest spielt der starke Dollar aber Anlegern in US-Aktien derzeit in die Karten. So fielen die Verluste in Euro nicht so stark aus wie in Dollar. Dennoch: Anleger sollten aber auf jeden Fall bestehende Positionen in Minenaktien mit Stoppkursen absichern. Sollte der Goldpreis tatsächlich Richtung 1.100 oder 1.050 Dollar abrutschen, dann dürfte dies noch einmal zu einem Blutbad bei Goldminenaktien führen.

Außerdem beleuchtet Bußler noch einmal die Situation bei Prairie Mining. Seiner Ansicht nach könnte die Übernahmestory jetzt richtig Fahrt aufnehmen. Weitere Themen der Sendung sind der Kaufkraftverlust des US-Dollars, die Auswirkungen auf den Goldpreis und die Stellung der großen Rohstoffkonzerne wie Rio Tinto oder Vale. Die Sendung können Sie gleich hier abrufen.

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