Gazprom
- Thorsten Küfner - Redakteur

Gazprom: Ist das erst der Anfang?

Gazprom konnte gestern endlich die über viele Jahre andauernden Verhandlungen mit China über einen 30-jährigen Gasliefervertrag abschließen. Das Vertragsvolumen beläuft sich auf insgesamt rund 400 Milliarden Dollar. Allerdings könnte der Deal dem russischen Gasriesen langfristig noch zusätzliche Erträge einbringen.

Denn die zunächst mit 38 Milliarden Kubikmeter vereinbarte Liefermenge könnte bei Bedarf sogar bis auf 60 Milliarden Kubikmeter erhöht werden. Geht man von dem offiziell zwar nicht bestätigten, aber aus verschiedenen internen Quellen stammenden Preis von 350 Dollar je 1.000 Kubikmeter Erdgas aus, so beläuft sich das Umsatzvolumen bei 38 Milliarden Kubikmeter auf 13,3 Milliarden Dollar pro Jahr. Sollte die Liefermenge irgendwann sogar auf 60 Milliarden Kubikmeter anwachsen, würden sich Gazproms Erlöse auf 21 Milliarden Dollar erhöhen.

„Ein langfristiger Katalysator für die Aktie“

Die Bank-of-America-Analystin Karen Kostanian verweist zudem auf einen weiteren positiven Effekt des Mega-Deals: „Es ist sehr gut, dass Gazprom den Vertrag zum Abschluss gebracht hat. Der Preis scheint gut zu sein und der Deal öffnet Gazprom nicht nur den chinesischen Markt, sondern langfristig auch andere asiatische Märkte. Der Deal könnte also ein langfristiger Katalysator für die Aktie werden.“

Mutige sollten einsteigen

Die Bewertung des hochprofitablen Energieriesen ist mit einem KGV von 3 und einem KBV von 0,3 immer noch extrem günstig. Die mittel- bis langfristigen Perspektiven gut, die Aktie von Gazprom bleibt für mutige Anleger daher ein klarer Kauf (Stopp: 4,40 Euro).

Artikel kommentieren:

Um einen Kommentar zu schreiben, müssen Sie eingeloggt sein.
Sie besitzen noch kein Login? Dann registrieren Sie sich kostenfrei.

  • Es sind noch keine Kommentare vorhanden.

Videos zum Thema:

Der Aktionär TV

Mehr zum Thema:

| Thorsten Küfner | 0 Kommentare

Gazprom: Die Tochter gibt weiter Gas

Trotz der anhaltend niedrigen Ölpreise versucht die Öltöchter des Energieriesen Gazprom, Gazprom Neft, den Ausstoß weiter in die Höhe zu treiben. So wurde nun ein Joint Venture mit dem russischen Wettbewerber Rosneft in Betrieb genommen, bei dem kein Geringerer als Staatschef Wladimir Putin den … mehr
| Thorsten Küfner | 0 Kommentare

Shell, Gazprom & Co: Ein wirklich trüber Ausblick

Die Erholung der Ölpreise ist schon wieder beendet. Mittlerweile verbilligen sich die Preise für ein Barrel der Nordseesorte Brent oder auch für die US-Sorte WTI um fast zwei Prozent und belasten somit auch die Aktienkurse von Enegieriesen wie Royal Dutch Shell und Gazprom. Grund für den Rückgang … mehr
| Werner Sperber | 0 Kommentare

Platow: Darum ist Gazprom nur etwas für Mutige

Platow Emerging Markets erinnern an den Kursanstieg von Gazprom zwischen Februar und April von knapp 60 Prozent. Danach korrigierten die US-Hinterlegungsscheine für Aktien (ADR). Nun jedoch scheint diese Konsolidierung vorbei zu sein und der Kurs hat bei mehr als 3,60 Euro wohl einen Boden … mehr