Gazprom
- Thorsten Küfner - Redakteur

Gazprom: Es wird bedrohlich

Bei der Aktie von Gazprom wird es aus charttechnischer Sicht bald sehr spannend werden. Denn es bahnt sich die Entscheidung an, ob es dem Kurs gelingt, aus dem kurzfristigen Abwärtstrend auszubrechen. Indes gibt es aber nun immer heftiger werdenden Gegenwind für ein wichtiges Projekt des weltgrößten Erdgasproduzenten.

So hat der US-Botschafter in Deutschland, Richard Grenell, einen Brandbrief an mehrere deutsche Firmen, die sich am Bau von Nord Stream 2 beteiligen wollen, geschrieben. Darin droht er unmissverständlich: "Wir werden nicht müde zu betonen, dass alle Firmen, die sich am russischen Energie-Export über Pipelines beteiligen, von einem signifikanten Sanktionsrisiko betroffen sind." Von der Bundesregierung gab es auf diesen diplomatisch unüblichen Vorstoß des „kleinen Trumps“ (Der Spiegel) bisher noch keinerlei Reaktion. Es bleibt auch hier spannend.

Nichts für schwache Nerven
Nord Stream 2 wird wohl weiterhin ein Dauerthema bleiben. Dementsprechend dürfte der Kurs der ohnehin volatilen Gazprom-Aktie auch in den kommenden Wochen weiter volatil bleiben. Daher bleiben die extrem günstig bewerteten Anteile (KGV von 3; KBV von 0,3; Dividendenrendite von über sechs Prozent) weiterhin nur für mutige Anleger geeignet. Der Stopp sollte bei 3,50 Euro belassen werden.

Artikel kommentieren:

Um einen Kommentar zu schreiben, müssen Sie eingeloggt sein.
Sie besitzen noch kein Login? Dann registrieren Sie sich kostenfrei.

  • Es sind noch keine Kommentare vorhanden.

Videos zum Thema:

Der Aktionär TV

Mehr zum Thema:

| Thorsten Küfner | 1 Kommentar

Deshalb steigen Gazprom und Shell

Mit den Aktienkursen der Energieriesen Gazprom und Royal Dutch Shell geht es auch im heutigen Handel nach oben. Bereits an den vorangegangenen Handelstagen waren diese Papiere sehr gefragt. Der Grund für die starke Performance der bei den deutschen Privatanlegern beliebten Aktien liegt auf der Hand. mehr
| Thorsten Küfner | 0 Kommentare

Gazprom: Das nächste Land droht mit Ärger

Bereits seit Jahren belastet Gazprom der Streit mit dem ukrainischen Gasversorger Naftogaz. Auch deshalb versuchen die Russen, die Ukraine als Transitland mit den neuen Pipelines Nord Stream 2 und Turkish Stream zu umgehen. Doch nun droht dem Gasriesen auch noch Ärger mit einem anderen … mehr
| Thorsten Küfner | 0 Kommentare

Gazprom: Stoppt Dänemark Nord Stream 2?

Es bleibt weiterhin spannend, ob der russische Erdgasriese Gazprom seine zweite Ostseepipeline Nord Stream 2 wie geplant verlegen kann oder sich um eine Alternativroute bemühen muss. Nachdem das EU-Parlament sprichwörtlich in letzter Sekunde umgestimmt werden konnte, droht nun ein Scheitern des … mehr