Gazprom
- Thorsten Küfner - Redakteur

Gazprom: Eine düstere Prognose

Das russische Wirtschaftsministerium hat laut einem Bericht der Tageszeitung Kommersant die Prognosen für den Gaspreis deutlich heruntergeschraubt. Demnach geht das Ministerium davon aus, dass der durchschnittliche Exportpreis für Erdgas von derzeit etwa 350 Dollar je 1.000 Kubikmeter bis 2017 auf nur noch 302 Dollar fallen wird. Für den weltgrößten Gasproduzenten Gazprom könnte dies einen Umsatzrückgang von rund vier Milliarden Dollar bedeuten (für das laufende Jahr rechnen Analysten mit einem Gesamtumsatz von 153 Milliarden Dollar).
Die Experten der Großbank UBS sind für die weitere Entwicklung des Gaspreises hingegen weit weniger pessimistisch gestimmt. Sie gehen trotz des jüngsten Preisrückgangs für 2017 weiterhin von Exportpreisen zwischen 350 und 360 Dollar je 1.000 Kubikmeter aus.

Für mutige Anleger ein Kauf

DER AKTIONÄR hält weiterhin an seiner Einschätzung fest: Die Aktie von Gazprom ist mit einem KGV von 3, einem KBV von 0,25 und einer Dividendenrendite von knapp fünf Prozent weiterhin klar unterbewertet. Wegen der anhaltenden politischen Risiken bleibt der Titel aber nach wie vor ausnahmslos für mutige Anleger geeignet. Der Stopp sollte bei 4,70 Euro belassen werden.

Artikel kommentieren:

Um einen Kommentar zu schreiben, müssen Sie eingeloggt sein.
Sie besitzen noch kein Login? Dann registrieren Sie sich kostenfrei.

  • Es sind noch keine Kommentare vorhanden.

Videos zum Thema:

Der Aktionär TV

Mehr zum Thema:

| Thorsten Küfner | 0 Kommentare

Gazprom: 37 Prozent Aufwärtspotenzial

Die Aktie von Gazprom steckt aktuell weiter in der Konsolidierungsphase fest. Nach Ansicht vieler Experten ist dies für Anleger nun eine gute Chance, sich beim Weltmarktführer im Gasgeschäft zu positionieren. Laut einer heute veröffentlichten Studie liegt der faire Wert der Aktie deutlich über dem … mehr
| Thorsten Küfner | 0 Kommentare

Gazprom: Und es wird noch besser…

Der Rubel rollt weiter bei Gazprom: Der weltgrößte Erdgasproduzent und Inhaber der mit Abstand größten Gasreserven der Welt hat kürzlich starke Zahlen für die ersten neun Monate des laufenden Jahres präsentiert (siehe hier). Und für das kommende Jahr können die Anteilseigner sogar mit noch höheren … mehr
| Thorsten Küfner | 0 Kommentare

Gazprom: Nord Stream 2 wieder in Gefahr

Die jüngsten Entwicklungen im Konflikt zwischen Russland und der Ukraine haben dazu geführt, dass das Projekt Nord Stream 2 noch stärker in die Kritik gerät. Nachdem die USA und andere europäische Staaten bereits mehrfach ihren Unmut über die zweite Ostsee-Pipeline kundgetan haben, wachsen nun auch … mehr