Gazprom
- Thorsten Küfner - Redakteur

Gazprom: Ein weiterer Erfolg

Gazprom hat beim geplanten Bau der Pipeline „South Stream“ einen wichtigen Schritt nach vorne gemacht. So unterzeichneten Konzernchef Alexej Miller und OMV-Generaldirektor Gerhard Roiss gestern eine Absichtserklärung über den Bau des Pipeline-Abschnitts in Österreich. Ab dem Jahre 2017 soll das Land  mit russischem Gas beliefert werden.

Roiss erklärte, dass Gazprom dann jährlich 32 Milliarden Kubikmeter Erdgas nach Baumgarten im Burgenland liefern werde. Er betonte zudem, dass es zwar grundsätzlich richtig sei, dass sich die Europäische Union darum bemühe, unabhängiger von russischen Gasimporten zu werden. Er räumte allerdings auch ein: „Europa hat versagt bei Nabucco, und wir können es uns nicht leisten, hier nicht zu agieren. Was ist, wenn in zehn Jahren kein Gas mehr durch die Ukraine nach Europa fließt?

Mutige greifen zu

Für Gazprom wäre der Bau der Pipeline „South Stream“ ein weiterer Erfolg. Die Aktie bleibt für mutige Anleger wegen der extrem niedrigen Bewertung ein Kauf – das 2013er-KGV beläuft sich nach dem Nettogewinn von 31,9 Milliarden Dollar auf gerade einmal 2,7. Für 2014 wird mit einem ähnlich hohen Gewinn und damit weiterhin mit einem KGV von rund 3 gerechnet. Für konservative Anleger bleibt die Aktie hingegen wegen der großen Risiken eher ungeeignet.

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