Gazprom
- Thorsten Küfner - Redakteur

Gazprom: Die Zahlen sind da!

Gazprom hat heute seine Zahlen für das abgelaufene Jahr vorgelegt. Demnach hat der russische Gasriese einen Gewinnrückgang von sieben Prozent auf 31,9 Milliarden US-Dollar verbucht. Damit lag der Überschuss leicht unter den Prognosen der Analysten, die mit einem nahezu unveränderten Ergebnis gerechnet hatten. Die Aktie legt im frühen Handel dennoch zu.

Denn am Markt gingen einige Experten bereits von einem noch stärkeren Gewinnrückgang aus. Zudem war der Hauptgrund für den Gewinnrückgang (der Umsatz kletterte sogar um zehn Prozent auf 147 Milliarden Dollar) nicht eine schwache operative Geschäftsentwicklung, sondern vor allem hohe Abschreibungen und Rückstellungen. Diese kletterten auf fast zwei Milliarden Dollar. Inwieweit dabei die bislang noch unbezahlten Rechnungen der Ukraine einbezogen worden sind, ist aktuell noch unklar. Experten erhoffen sich bei Gazproms Pressekonferenz am Nachmittag Klarheit.

Ukraine im Fokus

Auch die Frage, inwieweit die Spannungen zwischen Russland und der Ukraine das wichtige Geschäft mit den westeuropäischen Staaten beeinträchtigt, dürfte den Gazprom-Managern heute gestellt werden. Schließlich fließt knapp die Hälfte des russischen Erdgases für Westeuropa durch die Ukraine.

Nichts für schwache Nerven

Die Gazprom-Aktie kann im Zuge der Zahlen im frühen Handel deutlich zulegen. Die Aktie bleibt aber ein heißes Eisen, weshalb konservative Anleger an der Seitenlinie verharren sollten. Mutige, langfristig orientierte Anleger können hingegen weiterhin auf eine Erholung der äußerst günstigen Aktie setzen (Stopp: 3,70 Euro).

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