Gazprom
- Thorsten Küfner - Redakteur

Gazprom: Das war’s

Der Verfall der Ölpreise belastet natürlich auch den Aktienkurs des weltgrößten Erdgasproduzenten Gazprom. Nun sind die Papiere des russischen Energieriesen unter den auf 4,10 Euro nachgezogenen Stoppkurs gerutscht und sind ausgestoppt worden. Wie geht es nun weiter?

Der Bärenmarkt bei den Ölpreisen setzt sich fort. Die Preise nähern sich allmählich weiter den Jahrestiefs an und sorgen so nicht nur bei den Ölproduzenten für Sorgenfalten. Denn auch Gasproduzenten wie Gazprom werden über kurz oder lang die Auswirkungen der sinkenden Ölpreise zu spüren bekommen. Denn im Zuge des Ölpreisverfalls geraten auch oftmals die Gaspreise unter Druck. Zudem hat Gazprom die Gaspreise in vielen Verträgen an dne Ölpreis gekoppelt, sodass mit Verzögerung von einigen Monaten der sinkende Ölpreis auch beim Gasriesen zu sinkenden Erlösen führen dürfte.

Ausgestoppt

Kein Wunder, dass sich der Kurs der Gazprom-Aktie zuletzt weiter im Sinkflug befand. An der Londoner Börse wurden nun wichtige Unterstützungen gerissen, wodurch sich das Chartbild deutlich eingetrübt hat. Die Papiere sind mittlerweile auch unter den zur Gewinnsicherung auf 4,10 Euro nachgezogenen Stoppkurs gerutscht.

Nichts für schwache Nerven
Nach dem Rutsch unter den Stoppkurs ist die Gazprom-Aktie nun keine laufende Kaufempfehlung des AKTIONÄR mehr. Dennoch wird auch zukünftig weiter regelmäßig über diese spannende Aktie berichtet werden. Der jüngste Kursrutsch ist jedenfalls eine weiterer Beleg dafür, dass die volatile Gazprom-Aktie nichts für schwache Nerven ist.

 

Artikel kommentieren:

Um einen Kommentar zu schreiben, müssen Sie eingeloggt sein.
Sie besitzen noch kein Login? Dann registrieren Sie sich kostenfrei.

  • Es sind noch keine Kommentare vorhanden.

Videos zum Thema:

Der Aktionär TV

Mehr zum Thema:

| Thorsten Küfner | 0 Kommentare

Gazprom: Ist das nicht zu viel?

Gazprom hat angekündigt, dass bei der anstehenden Reise von Konzernchef Alexej Miller nach China die Pläne für eine zweite Pipeline in das Land konkretisiert werden sollen. Diese zweite, westliche Route könnte langfristig aus strategischer Sicht durchaus sinnvoll sein, kurzfristig überwiegen aber … mehr
| Thorsten Küfner | 1 Kommentar

Gazprom: Das tut weh

Mit der Aktie des Erdgasriesen Gazprom geht es im heutigen Handel merklich bergab. Damit trübt sich auch das zuvor freundliche Chartbild wieder etwas ein. Der Hauptgrund für die schwache Performance des Kurses dürfte vor allem ein kritischer Analystenkommentar aus dem Hause Morgan Stanley sein. mehr
| Thorsten Küfner | 0 Kommentare

Gazprom: Wird die hohe Verschuldung zum Risiko?

Der weltgrößte Erdgasproduzent Gazprom hat ehrgeizige Pipelinepläne, um seine ohnehin schon enorme Marktmacht in Europa weiter auszubauen. Darüber hinaus will man noch in diesem Jahrzehnt erstmals auch China mit sibirischem Erdgas versorgen. Doch all diese Projekte sind teuer und verschlechtern die … mehr