Gazprom
- Thorsten Küfner - Redakteur

Gazprom: Das steckt hinter dem Kurssprung

Die Ölpreise befinden sich nach wie vor in sehr schwacher Verfassung. Zudem nehmen die Spannungen zwischen Russland und der Ukraine weiter zu. Dies ist eigentlich kein Marktumfeld, in dem man einen kräftigen Kurssprung der Gazprom-Aktie erwarten würde. Dennoch legten die Papiere satte sechs Prozent zu.

Der Grund hierfür war eine Meldung zur zukünftigen Dividende. So meldete die Nachrichtenagentur Interfax, dass einem Gazprom-Vorstand zufolge die Ausschüttung an die Anteilseigner um rund ein Viertel angehoben werden soll. Nachdem der Erdgasriese zuletzt 8,04 Rubel pro Aktie gezahlt hatte, soll es für das Jahr 2018 einen zweistelligen Rubelbetrag geben.

Fast sechs Prozent sind drin
Im Falle einer Anhebung auf 10 Rubel pro russischer Gazprom-Aktie, würde es für die in Deutschland gehandelten ADRs, die quasi zwei Gazprom-Aktien verbriefen, 20 Rubel geben. Umgerechnet entspräche dies einer Ausschüttung in Höhe von aktuell knapp 0,26 Euro, woraus sich eine Dividendenrendite von 5,8 Prozent errechnen würde (allerdings erhebt Russland eine Quellensteuer in Höhe von 15 Prozent).

Für mutige Anleger weiter attraktiv
Mutige Anleger können bei den Gazprom-Anteilen nach wie vor zugreifen. Der Stoppkurs sollte bei 3,50 Euro belassen werden.

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