Gazprom
- Thorsten Küfner - Redakteur

Gazprom: Damit rechnen die Experten

Die Sanktionen gegen Russland, anhaltend niedrige Gaspreise und hohe Investitionen in den Bau neuer Pipelines: Die Herausforderungen für Gazprom sind weiterhin vielfältig. Dennoch dürfte die Kasse beim weltgrößten Erdgasproduzenten dieses Jahr wieder kräftig klingeln – zumindest nach Schätzung der meisten Experten.

So rechnen die Analysten, die sich regelmäßig mit Gazprom befassen, für 2015 mit einem Umsatz von 103,1 Milliarden Dollar. Das EBIT (Gewinn vor Steuern und Zinsen) soll sich auf 22,8 Milliarden Dollar belaufen, das Nettoergebnis auf 16,6 Milliarden Dollar beziehungsweise 1,41 Dollar je Aktie. Daraus errechnet sich ein KGV von 3,7.

Für das kommende Jahr werden Erlöse in Höhe von 109,5 Milliarden Dollar erwartet. Das EBIT soll auf 24,1 Milliarden Dollar klettern, der Überschuss auf 19,5 Milliarden Dollar (1,65 Dollar pro Anteilschein). Damit würde das KGV auf nur noch 3,2 sinken.

Günstig, aber riskant
Angesichts eines KGVs von 3, eines KBVs von nur 0,25 und einer Dividendenrendite von fast fünf Prozent sind die Anteile von Gazprom im Vergleich mit Exxon, Shell oder BP ein absolutes Schnäppchen. Wegen der politischen Risiken bleiben die Papiere des russischen Gasriesen aber weiterhin ausnahmslos für mutige Anleger geeignet (Stopp: 4,10 Euro).

Artikel kommentieren:

Um einen Kommentar zu schreiben, müssen Sie eingeloggt sein.
Sie besitzen noch kein Login? Dann registrieren Sie sich kostenfrei.

  • Es sind noch keine Kommentare vorhanden.

Videos zum Thema:

Der Aktionär TV

Mehr zum Thema:

| Thorsten Küfner | 0 Kommentare

Gazprom: Und es wird noch besser…

Der Rubel rollt weiter bei Gazprom: Der weltgrößte Erdgasproduzent und Inhaber der mit Abstand größten Gasreserven der Welt hat kürzlich starke Zahlen für die ersten neun Monate des laufenden Jahres präsentiert (siehe hier). Und für das kommende Jahr können die Anteilseigner sogar mit noch höheren … mehr
| Thorsten Küfner | 0 Kommentare

Gazprom: Nord Stream 2 wieder in Gefahr

Die jüngsten Entwicklungen im Konflikt zwischen Russland und der Ukraine haben dazu geführt, dass das Projekt Nord Stream 2 noch stärker in die Kritik gerät. Nachdem die USA und andere europäische Staaten bereits mehrfach ihren Unmut über die zweite Ostsee-Pipeline kundgetan haben, wachsen nun auch … mehr
| Thorsten Küfner | 0 Kommentare

Gazprom: Die Zahlen sind (endlich) da …und wie

Es hat lange gedauert, bis Gazprom seine Zahlen für das dritte Quartal (das auch bei Gazprom bereits am 30. September endete) veröffentlichen konnte. Allerdings lässt sich behaupten, dass die Anteilseigner für die Wartezeit ausreichend „entschädigt“ worden sind. Denn die Zahlen waren wirklich sehr … mehr
| Thorsten Küfner | 0 Kommentare

Gazprom: Das steckt hinter dem Kurssprung

Die Ölpreise befinden sich nach wie vor in sehr schwacher Verfassung. Zudem nehmen die Spannungen zwischen Russland und der Ukraine weiter zu. Dies ist eigentlich kein Marktumfeld, in dem man einen kräftigen Kurssprung der Gazprom-Aktie erwarten würde. Dennoch legten die Papiere satte sechs Prozent … mehr