DAX
- Michael Schröder - Redakteur

Frühlingsgefühle an der Börse: Helfen die Hexen dem DAX über die 12.000-Punkte-Marke?

Das Anleihekaufprogramm der Europäischen Zentralbank (EZB) hat den DAX erstmals über die Marke von 11.900 Punkte getrieben. Der anhaltende Optimismus der Anleger bescherte dem deutschen Leitindex zugleich die neunte Gewinnwoche in Folge. Die neue Bestmarke liegt nun bei 11.903,33 Punkten. Am kommenden Freitag tanzen die Hexen über das heimische Parkett. Fällt dabei die 12.000-Punkte-Marke?

Um die Wirtschaft anzukurbeln, öffnete die EZB nun tatsächlich die Schleusen und begann, in großem Umfang Staatsanleihen von Euroländern zu kaufen. Jeden Monat bis mindestens September 2016 wollen die Währungshüter auf diese Weise 60 Milliarden Euro frisches Geld in die Märkte pumpen. Eine weitere Triebfeder der Rekordjagd am deutschen Aktienmarkt ist der Kursverfall des Euro. Er hilft der Exportwirtschaft und schiebt auch von dieser Seite her die Börsen weiter an. Die Gemeinschaftswährung war kurz unter 1,05 US-Dollar und damit auf den tiefsten Stand seit Anfang 2003 gefallen. Seit Jahresbeginn hat der DAX gut 20 Prozent gewonnen.

Eine starke Performance – und doch ist sie zu toppen. Allein in diesem Jahr beträgt die Performance im Real-Depot vom AKTIONÄR satte 45 Prozent! Seit dem Start ist der Wert des mit echtem Geld geführten Depots mittlerweile auf über 47.000 Euro gestiegen und hat sich damit mehr als verdoppelt! Über 163 Prozent Gewinn – für Sie.  Denn jeder Leser ist eingeladen, mehr über das Real-Depot zu erfahren. Den kostenlosen Newsletter nutzen bereits Tausende Leser. Wie Sie ihn abonnieren können, erfahren Sie hier.

Auch in der dritten März-Woche wird sich an dieser Grundtendenz vorerst wenig ändern. „Die Chancen sind gut, dass der DAX die 12.000er-Marke knackt“, sagt NordLB-Stratege Tobias Basse. Allerdings sei das Kursniveau schon sehr hoch, auch wenn der deutsche Aktienmarkt noch günstiger als der US-Markt bewertet sei. Eine mögliche Straffung der US-Geldpolitik dürfte die Anleger auf Dauer aber nicht kalt lassen. Basse schließt daher nicht aus, dass die US-Notenbank Fed den Europäern die Kauflaune verderben kann. Die Zentralbanker beraten am Dienstag und Mittwoch die Geldpolitik, und viele Experten rechnen damit, dass sie dann ein erstes klares Signal für eine Zinserhöhung im Sommer geben wird. Auf Dauer werde sich der europäische Markt laut dem NordLB-Experten nicht von der Wall Street abkoppeln können.

Doch durch den allgemein vorherrschenden Anlagenotstand führt der Weg des geringsten Widerstands beim DAX derzeit noch nach oben. Unterstützung für den Index könnte auch vom großen Verfallstermin - dem sogenannten „Hexensabbat“ - am Freitag ausgehen. Bei der Fälligkeit von Aktien- und Index-Optionen sowie Futures sind oftmals dynamische Kursbewegungen möglich. Experten sind sich einig: „Da wird so eine Marke wie die 12.000 Punkte gerne ins Visier genommen.“

Technische Ziele sind für den DAX nach dem erneuten Sprung auf ein Allzeithoch im charttechnisch widerstandsfreien Raum nur schwer zu beziffern. Auch hier setzen die Liniendeuter auf einen Sprung über den nächsten Tausender.

Von Unternehmensseite wird es dagegen nicht mehr allzu viele Impulse geben. BMW, Linde, Lanxess, HeidelbergCement haben zwar zu Bilanzpressekonferenzen geladen. Allerdings liegen die meisten Eckdaten den Investoren schon vor. Darüber hinaus stehen noch Berichte zahlreicher kleinerer Unternehmen an.

(Mit Material von dpa-AFX)

Artikel kommentieren:

Um einen Kommentar zu schreiben, müssen Sie eingeloggt sein.
Sie besitzen noch kein Login? Dann registrieren Sie sich kostenfrei.

  • Es sind noch keine Kommentare vorhanden.

Videos zum Thema:

Der Aktionär TV

Mehr zum Thema:

| Thomas Bergmann | 0 Kommentare

Null Bock! DAX ignoriert gute Vorgaben

Der DAX kann am Donnerstagmorgen die guten Vorgaben aus Asien - der Nikkei sprang zeitweise um mehr als zwei Prozent nach oben - nicht nutzen. Im Gegenteil: Der XDAX notiert im frühen Handel unter dem Xetra-Schluss vom Vortag. Auch die von der OPEC beschlossene Drosselung der Erdölförderung und in … mehr