Fresenius
- Maximilian Völkl

Fresenius: Neues Rekordjahr – Aktie dominiert den DAX

Am Mittwoch hat der Medizinkonzern Fresenius starke Zahlen vorgelegt. Die Aktie führt den DAX dementsprechend an. Vor allem dank des Kaufs eines milliardenschweren Pakets neuer Krankenhäuser hat der Konzern ein weiteres Rekordjahr erreicht.

Im letzten Quartal 2014 hat Fresenius das Wachstum noch einmal deutlich beschleunigt und den Umsatz im Gesamtjahr damit um 14 Prozent auf 23,2 Milliarden Euro gesteigert. Unter dem Strich kletterte der Gewinn um knapp sechs Prozent auf knapp 1,1 Milliarden Euro. Bei beiden Werten konnten die Erwartungen der Analysten erfüllt werden. Für 2015 erwartet der Konzern allerdings, dass sich das Wachstum etwas abschwächt und der währungsbereinigte Umsatz nur noch um sieben bis zehn Prozent steigt. Die Dividende soll derweil um sechs Prozent auf 0,44 Euro zulegen. Dies entspricht auf dem aktuellen Niveau einer Rendite von 0,9 Prozent.

Analyst Romain Zana hatte zuletzt vor allem die Töchter Kabi und Helios als Gewinntreiber bei Fresenius bezeichnet. Vor allem die Krankenhaus-Tochter Helios – im vergangenen Jahr wurden 41 Kliniken vom Rivalen Rhön-Klinikum übernommen – hat diese Ansprüche erfüllt. Dank der Akquisition verzeichnete die Sparte mit einem Umsatzplus von 55 Prozent das kräftigste Wachstum innerhalb des Konzerns. Bei Kabi – spezialisiert auf Infusionstherapien und Generika – lief es dagegen nicht so gut: Zwar legten die Umsätze ebenfalls zu, die Gewinne gingen allerdings zurück. 2015 soll Kabi nun organisch um drei bis fünf Prozent wachsen. Durchwachsen fielen auch die Zahlen der börsennotierte Dialyse-Tochter Fresenius Medical Care aus. Hier stand einem Umsatzwachstum ebenfalls ein verringerter Gewinn gegenüber.

Dabeibleiben

In den letzten drei Wochen hat die Fresenius-Aktie nicht mehr Schritt halten können mit der Rekordjagd im DAX. Nach der Verschnaufpause dürften die starken Zahlen nun einen neuen Angriff auf das Allzeithoch von Ende Januar einläuten. Investierte Anleger bleiben mit einem Stopp von 40 Euro dabei, Neueinsteiger warten den Ausbruch ab.

(Mit Material von dpa-AFX)

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