Fresenius
- Marion Schlegel - Redakteurin

Fresenius: Zweitbeste Aktie im DAX – Analysten-Votum beflügelt

Die Aktie von Fresenius verliert zum Wochenauftakt 0,5 Prozent auf 47,87 Euro, allerdings ist der Wert damit trotz alledem hinter HeidelbergCement der zweitstärkste Titel des Tages im DAX. Auch die Papiere der Dialyse-Tochter FMC verlieren an dem schwachen Handelstag mit 0,9 Prozent auf 63,65 Euro vergleichsweise wenig. Beide Papiere hatten in der Vorwoche allerdings auch der positiven DAX-Entwicklung nicht folgen können. Für Unterstützung sorgt nun, dass die französische Investmentbank Exane BNP Paribas den zwei Papieren mehr Kurspotenzial einräumt als bisher. Dabei gehören die Aktien des Medizinkonzerns Fresenius sogar zu den Favoriten des Analysten Romain Zana im Sektor Medizintechnik und Gesundheitsdienstleistungen. Die Töchter Kabi und Helios sieht er als Treiber einer höheren Gewinndynamik, gestützt durch Rückenwind der Währungsentwicklung. Er hob sein Kursziel für Fresenius von 48 auf 57 Euro und signalisiert damit nun wieder Potenzial von fast 20 Prozent.


Morgan Stanley zuversichtlich
Optimistisch sind auch die Analysten der US-Investmentbank Morgan Stanley. Sie haben das die Einstufung auf „Overweight“ belassen. Grund der Studie ist, dass der US-Pharmakonzern Pfizer den Konkurrenten Hospira kaufen will. Der Zusammenschluss dürfte das Geschäftsmodell von Fresenius Kabi nicht allzu deutlich beeinflussen, schrieb Analyst Michael Jüngling in einer Studie vom Freitag. Kurzfristig könnte Kabi hiervon sogar profitieren und während der Integration von Hospira Marktanteile in 2015 und 2016 hinzugewinnen.


Etwas skeptischer sieht das jedoch das Analysehaus Warburg Research. Dieses hat zwar das Kursziel für Fresenius von 41 auf 45 Euro angehoben, die Einstufung aber auf "Hold" belassen. Die Übernahme von Hospira durch Pfizer könnte die Wachstumsaussichten der Fresenius-Tochter Kabi belasten, schrieb Analyst Ulrich Huwald in einer Studie vom Freitag. Das höhere Kursziel resultiere aus der zuletzt positiven Entwicklung beim Medizinkonzern.


Aktie heiß gelaufen
DER AKTIONÄR ist mittelfristig davon überzeugt, dass die Fresenius-Aktie ihren Aufwärtstrend fortsetzen kann, kurzfristig dürfte allerdings etwas die Luft raus sein. Bereits investierte Anleger bleiben mit einem Stopp bei 40,00 Euro dabei, noch nicht investierte warten einen Rücksetzer ab. 


(Mit Material von dpa-AFX)

Artikel kommentieren:

Um einen Kommentar zu schreiben, müssen Sie eingeloggt sein.
Sie besitzen noch kein Login? Dann registrieren Sie sich kostenfrei.

  • Es sind noch keine Kommentare vorhanden.

Videos zum Thema:

Der Aktionär TV

Mehr zum Thema:

| Werner Sperber | 0 Kommentare

Aktionärsbrief: Bravo, Fresenius, sehr durchdacht

Der Aktionärsbrief lobt, der Übernahmeplan der Fresenius SE & Co. KGaA ist durchdacht. Der Kauf der größten privaten spanischen Klinikkette Quirónsalud ist strategisch sinnvoll. Die übernehmende Fresenius-Tochterfirma Helios wird dadurch Umsatz und Gewinn schon ab dem nächsten Jahr stärker steigern … mehr
| Werner Sperber | 0 Kommentare

BO: Saludos, spanische Begeisterung bei Frensenius

Börse Online verweist auf den Übernahmeplan der Fresenius SE & Co. KGaA. Der Konzern möchte den größten privaten Klinikbetreiber in Spanien für insgesamt rund 5,8 Milliarden Euro kaufen. Das ist die größte Akquisition der Firmengeschichte und die erste von Stephan Sturm als Vorstandsvorsitzender. … mehr