- Michael Schröder - Redakteur

Fortec: AKTIONÄR-Top-Tipp vor Übernahme, neuer Prognose - und steigenden Kursen?

Fortec hat sich als Systemzulieferer für Gerätehersteller von industriellen High-Tech-Produkten. Die operative Entwicklung der Bayern kann sich sehen lassen. Nach starken Zahlen für die ersten drei Quartale des Geschäftsjahres 2017/18 (endete am 30. Juni) ist nach erfolgreichem Abschluss einer bereits in Aussicht gestellten Übernahme eine Überarbeitung der Prognose nicht auszuschließen.

Fortec ist seit 1984 einer der führenden Distributoren von Standardlösungen. Diese umfassen die Bereiche Embedded, Displays und Stromversorgung. Die Gesellschaft besetzt damit drei attraktive Segmente der hochwertigen Elektronik. Zielmärkte der Bayern sind die schnell wachsenden High-Tech-Unternehmen mit langfristiger und berechenbarer Positionierung vor allem in den wachstumsstarken Bereichen Industrieautomation, Telekommunikation, Informationstechnologien, Sicherheitstechnik, Medizintechnik und Automotive. Fortec zählt damit zu den Gewinnern des laufenden Digitalisierungstrends Die Vertriebsaktivitäten zielen darauf ab, strategische Partnerschaften mit Top-Kunden einzugehen, die jeweils in ihrem Marktsegment zu den Marktführern gehören. So sichert sich Fortec langfristig ein überdurchschnittliches Wachstum.

Um die Position im Segment Datenvisualisierung zu verstärken und die Margen in diesem Geschäftsfeld auf einem höheren Niveau zu stabilisieren, soll „ein Unternehmen mit Positionierung im europäischen Markt“ übernommen werden. Das passende Ziel hat Fortec eigenen Angaben zufolge schon im Auge. Der Kaufpreis liegt dem Vernehmen nach im mittleren einstelligen Millionenbereich.

Das benötigte Kapital wurde bereits über eine Kapitalerhöhung eingeholt. In diesem Zusammenhang zeigte sich die Fortec-Aktie in den vergangenen Tagen recht volatil, sollte nun aber ihren Aufwärtstrend wieder aufnehmen.

Denn operativ läuft es rund bei Fortec: Der Umsatz konnte nach drei Quartalen 2017/18 auf 59,1 Millionen Euro gesteigert werden (Vorjahr: 59,0 Millionen Euro). Der Gewinn vor Zinsen und Steuern (EBIT) betrug 4,8 Millionen Euro (Vorjahr: 3,6 Millionen Euro). Dadurch konnte die EBIT-Marge im vergleichbaren Berichtszeitraum von 6,2 Prozent auf 8,2 Prozent gesteigert werden. Im dritten Quartal lag die Marge sogar bereits bei 10,2 Prozent, im gesamten Vorjahr bei 7,0 Prozent. Die Prognose, im Gesamtjahr ein ähnliches EBIT zu erzielen wie die 5,5 Millionen Euro im Vorjahr, erscheint recht konservativ – und könnte daher schon bald überarbeitet werden. Ame Ende könnte unter dem Strich ein Gewinn von rund 1,50 Euro zu Buche stehen. Daraus resultiert ein günstiges KGV von 16. DER AKTIONÄR spekuliert daher im Real-Depot auf steigende Kurse bei dem aussichtsreichen Nebenwert.

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