Facebook
- Florian Söllner - Leitender Redakteur

Facebook: Der Apple-Effekt und 17 Millionen Eiswasser-Duschen

Surfen per Smartphone. Diese Wachstumswelle ist so stark, dass Facebook ohne große Anstrengungen von ihr mitgerissen wird. Mehrmals stündlich checken Teens und Erwachsene ihr Facebook-Profil per Smartphone. Auch weil es die letzten Monate viel Amüsantes zu entdecken gab. Etwa Bekannte, Freunde oder Promis (im Video Bill Gates), welche sich Wasser mit Eiswürfeln über den Kopf schütteten.

Facebook teilte mit, dass weltweit 17 Millionen solcher Videos zwischen Juni und September im Rahmen der IceBucketChallenge hochgeladen wurden. 440 Millionen Menschen haben 10 Milliarden Mal auf „play“ gedrückt.

 

50 Prozent Video-Wachstum

Auch wenn dieser Trend abflaut: Videos von Interviews, Katzen oder Pannen boomen weiter. Täglich werden eine Milliarde Videos abgerufen. Tendenz stark steigend. Letztes Jahr hat Facebook begonnen, per Autoplay Videos direkter in den Newsfeed einzubinden. Es kommt an. Zwischen Mai und Juli betrug das Wachstum 50 Prozent.

DER AKTIONÄR hat sich am Mittwoch auch im DAF dazu geäußert:

 

Auch die neuen Apple-Produkte geben Facebook Rückenwind. Analyst Victor Anthony von Topeka sieht positive Auswirkungen auf Facebook. Schließlich werden die Display deutlich größer, surfen unterwegs wird damit noch komfortabler. Schon jetzt checken Jugendliche rund 130 Mal am Tag ihr Smartphone.

Starker Gewinn- und Charttrend

Im zweiten Quartal stieg der Facebook-Gewinn um 138 Prozent auf 791 Millionen Dollar. DER AKTIONÄR hatte bereits im letzten Jahr darauf hingewiesen: Die Analystenschätzungen sind aufgrund des ungenutzten Erlöspotenzials des gewaltigen Traffics zu konservativ. Tatsächlich wurden die Gewinnschätzungen für das Jahr 2015 im Schnitt um über 100 Prozent angehoben. Im Q1 2014 lag der Gewinn 40 Prozent über den Erwartungen, im Q2 2014 um 30 Prozent. Aufgrund des WM-Effektes, der IceBucketChallenge und dem Boom größerer Smartphones ist davon auszugehen, dass die Q3-Zahlen ähnlich stark werden. Bei Kursschwäche weiterhin kaufenswert!

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| Benedikt Kaufmann | 0 Kommentare

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