Evotec
- Marion Schlegel - Redakteurin

Evotec und Morphosys unter den Top-Verlieren im MDAX – was ist los bei den deutschen Biotechs?

Deutlich nach unten geht es heute bei den im MDAX gelisteten deutschen Biotechwerten Evotec und Morphosys. Evotec verliert 1,9 Prozent auf 20,40 Euro und ist damit der viertschwächste Wert des Tages im MDAX. Eine negative Meldung kann für die schwache Tagesentwicklung allerdings nicht ausgemacht werden. Auch charttechnisch besteht noch kein Grund zur Beunruhigung. Allerdings wäre es wichtig, dass die 20-Euro-Marke verteidigt werden kann. Die Aktie von Evotec tritt seit Wochen auf der Stelle. Eine positive Meldung von Unternehmensseite könnte neuen Schwung in die Aktie bringen. Hier ist Geduld gefragt.

Morphosys: Größter Tagesverlierer im MDAX

Noch schlimmer als Evotec trifft es am heutigen Mittwoch die Aktie eines weiteren deutschen Biotech-Vorzeigewerts – die von Morphosys. Der Wert verliert am frühen Nachmittag 2,7 Prozent auf 89,50 Euro und ist damit noch vor Zalando und Fielmann der größte Verlierer des Tages im MDAX. Dabei gab es eigentlich durchaus positive News von Seiten des Partners Janssen. Dieser hat die US-Zulassung für Tremfya One-Press zur Selbstverabreichung von Tremfya für Erwachsene mit mittelschwerer bis schwerer Schuppenflechte erhalten. One-Press ist ein Gerät, das es Patienten ermöglichen soll, sich das Medikament Tremfya (Guselkumab) in Einzeldosen selbst zu verabreichen, heißt es in einer Mitteilung von Morphosys. Tremfya ist ein mit Hilfe von Morphosys' Antikörpertechnologie HuCAL erzeugter, humaner monoklonaler Antikörper, der gegen IL-23 gerichtet ist und von Janssen entwickelt wird. Morphosys hat Anspruch auf bestimmte Meilensteinzahlungen und erhält Umsatzbeteiligungen (Tantiemen) aus dem Verkauf von Tremfya.

Die Aktie von Morphosys ist zuletzt deutlich unter Druck geraten, nachdem der Vorstandsvorsitzende Simon Moroney angekündigt hat, seine Amtszeit als Vorstandsvorsitzender nicht zu verlängern. Die Aktie ist nun deutlich angeschlagen. Wichtig ist, dass das Dezembertief 2018 verteidigt werden kann. Langfristig sieht DER AKTIONÄR in der aktuellen Korrekturbewegung eine gute Chance, um noch einmal günstig bei dem Wert zum Zuge zu kommen. Vorsichtige Anleger warten allerdings vor einem Neueinstieg ein positives Chartsignal ab.

Hinweis nach §34 WPHG zur Begründung möglicher Interessenkonflikte: Aktien oder Derivate, die in diesem Artikel besprochen / genannt werden, befinden sich im "Real-Depot" von DER AKTIONÄR.

 

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