Evotec
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Evotec-Aktie: Was an diesem Crash erstaunlich ist

Vollkommen aus dem Rahmen fiel indes die Aktie des Wirkstoffforschungs- und -entwicklungsunternehmens Evotec, die an der Spitze des Verliererfeldes im TecDAX weit abgeschlagen 16,88 Prozent ihres Wertes einbüßte. Verantwortlich für das Kursdesaster machten einige Marktteilnehmer ein Interview. Doch das greift angesichts der Dimension der Verluste vielleicht zu kurz.

Finanzvorstand Enno Spillner hatte gegenüber Bloomberg Aussagen zu weiteren Investitionsfeldern gemacht, mitgeteilt, man werde im kommenden Jahr die Aufwendungen für Forschung und Entwicklung weiter hochfahren. In diesem Jahr werden sie noch am unteren Ende der Spanne von 35 bis 40 Millionen Euro liegen, damit aber dennoch klar über Vorjahresniveau. Die Jahresprognose für 2018 indes bleibe unverändert, so Spillner.

Warum also die Panik? Die Erholung seit Oktober, die das Papier von etwa 15,50 Euro auf zuletzt über 21 Euro führte, ist nun verpufft. Zurück auf Los. Nur: soll man es jetzt ziehen, einsteigen, weiter aufstocken – oder bleibt man der Aktie besser fern? Händler berichteten, es gäbe Stimmen, die möglichen Zukäufen skeptisch gegenüberstünden und führten das als Grund für den Sell-off an. Ist aber Wachstum nicht gerade die Triebfeder für steigende Aktienkurse, ob nun operativ oder durch Zukäufe erzielt? 

Ein anderer Grund könnte eine Shortseller-Attacke sein. Dies würde zumindest die Heftigkeit der Kursreaktion erklären. Eher untauglich ist das Argument, der Markt hätte eine Anhebung der Prognose erwartet. Fakt ist: Der Kurssturz war in seiner Art und Ausprägung sicher erstaunlich, da niemand eine echte Begründung für ihn liefern kann. 

Fakt ist aber auch: Die Evotec-Aktie ist heute so billig zu haben wie zuletzt Ende Oktober. Gut möglich, dass risikobereite Anleger schon heute wieder zugreifen und den Kurs damit hochziehen. Dann, so müsste man festhalten, könnte sich durch den gestrigen Sturz eine seltene Chance zum Einstieg ergeben haben. Ganz ähnrlich sieht das auch Michael Doepke, wie Sie hier nachlesen können. Wenn Sie sich im Übrigen tiefergehend mit der Materie Biotech-Investments auseinandersetzen wollen, dann wird dieses Interview mit Dietmar Hopp sicher dazu beitragen. Zu finden hier im Handelsblatt.

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| Marion Schlegel | 0 Kommentare

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