DAX
- Thomas Bergmann - Redakteur

EU-Kompromiss - Fluch oder Segen für den DAX?

Nach den starken Verlusten der letzten Wochen setzt der DAX zum Halbjahresausklang zur Gegenbewegung an. Marktteilnehmer begründen diese Entwicklung mit dem Kompromiss auf dem EU-Gipfel in Brüssel. Doch ist damit diese Kuh wirklich vom Eis? Beim genauen Hinsehen ist dies nämlich ein fauler Kompromiss, der Horst Seehofer eigentlich nicht gefallen dürfte. Der Unionsstreit dürfte damit in die nächste Runde gehen.

Die EU-Staaten einigten sich darauf, auf freiwilliger Basis Asylzentren innerhalb der EU einzurichten und Aufnahmelager für Flüchtlinge in Drittstaaten zu prüfen. "Nun könnten die schwelenden Sorgen um den Streit der Schwesterparteien CDU und CSU nachlassen", sagt Marktanalyst Timo Emden von Emden Research. Doch wer macht das freiwillig, und was ist, wenn die Prüfung keine Entscheidung bringt?

Zeit für Merkel?

Es hat den Anschein, als ob sich Angela Merkel wieder nur Zeit erkauft hätte. Möglicherweise herrscht aber schon am Montag schon Klarheit, denn Seehofer hatte Markel eine Frist zur Lösung des Asylstreits bis zum 1. Juli gesetzt. Sollte er seine Drohung wahr machen, an den deutschen Grenzen Asylbewerber zurückzuweisen, die bereits in einem anderen EU-Land registriert sind, könnte dies doch noch zu einer Spaltung der Union führen. Über die möglichen Folgen schreibt DER AKTIONÄR in seiner aktuellen Asugabe.

Anleger sollten sich also nicht zu früh freuen. Die Gefahr einer Eskaltion im Unionsstreit und von Neuwahlen ist noch nicht gebannt. DER AKTIONÄR bleibt daher vorerst an der Seitenlinie. Mehr zur aktuellen Situation im DAX sehen Sie im "DAX-Check" bei DER AKTIONÄR TV.

 

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