DAX
- Thomas Bergmann - Redakteur

Entscheidung um 20 Uhr - DAX vor scharfer Korrektur?

Am deutschen Aktienmarkt sind offensichtlich viele Anleger schon in Vatertagsstimmung. Kaum verändert präsentieren sich die Kurse zur Wochenmitte - der DAX pendelt um den Schlusskurs des Vortages von 12.659 Punkten. Etwas Bewegung in den Handel könnte am Abend nach dem Fed-Sitzungsprotokoll kommen. Um 20:00 Uhr MESZ wird das Protokoll der jüngsten US-Notenbanksitzung von Anfang Mai veröffentlicht.

Zinserhöhung im Juni?

Anleger werden genau hinsehen, ob das Protokoll Aufschluss darüber gibt, dass der US-Leitzins im Juni angehoben wird. Ein Zinsschritt im kommenden Monat wird laut CME FedWatchTool derzeit mit einer Wahrscheinlichkeit von 83 Prozent eingepreist. Möglicherweise gibt Janet Yellen auch einen Ausblick aufs Gesamtjahr. Die Wahrscheinlichkeit, dass die Zinsen 2017 um 50 Basispunkte erhöht werden, wird aber nur bei 50 Prozent gesehen, nachdem zu Jahresbeginn deutlich mehr Marktteilnehmer eine Anpassung erwartet hatten.

Falkenartiegere Aussagen, also Hinweise auf eine schärfere Zinsanpassungspolitik, würden die Märkte wahrscheinlich gar nicht so schlecht einordnen. Denn dies wäre eine Bestätigung für den Aufwärtstrend der US-Konjunktur.

Gefahren auf der Unterseite

DER AKTIONÄR sieht den deutschen Aktienmarkt weiter in einem nachhaltigen Aufwärtstrend, weil die Rahmenbedingungen (Zinsen, Wirtschaftswachstum, Unternehmensgewinne) eigentlich perfekt sind. Allerdings können nach dem starken Kursanstieg seit Trumps Wahl zum US-Präsidenten kurze heftige Rücksetzer jederzeit eintreten.

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Bei Kursen unterhalb von 12.490 Punkten sollte man kurzfristig auf die Short-Seite wechseln beziehungsweise Long-Positionen mit einem Put absichern. Andererseits erhöht sich die Wahrscheinlichkeit für eine Fortsetzung des übergeordneten Aufwärtstrends, wenn die Marke von 12.700 Zählern erst einmal überwunden ist. Eine Handlungsanweisung erhalten Sie in der neuen Ausgabe 22/2017 des AKTIONÄR, die Sie ab heute Abend hier bequem herunterladen können.

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| Jochen Kauper | 0 Kommentare

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