Endor
- Martin Mrowka - Redakteur

Endor mit gesunder Konsolidierung - danach neue Höchstkurse?

Die Aktie der deutschen Hardware-Schmiede Endor hat seit Oktober etwas an Schwung verloren. Nach einem neuen Allzeithoch bei 21 Euro setzte eine Konsolidierungsphase ein. Der kleine Small Cap aus dem bayerischen Landshut pausiert, was angesichts einer Kursverdoppelung seit August und sogar einer Kursverdreifachung seit Mai aber sehr gesund ist.

Die Endor AG entwickelt und vermarktet vor allem High-End-Lenkräder und Controller sowie Spieler-Mäuse für die internationale Gamer-Community. Bekannt sind die Produkte für Spielkonsolen und PCs unter der Marke Fanatec. Kunden in Europa, USA, Kanada, Australien und Japan schwören auf die qualitativ hochwertigen, recht teuren Spiel-Ausstattungen. Im Juli konnte Endor mit der Sony Interactive Entertainment LLC aus Kalifornien eine weitere Lizenzvereinbarung für den Vertrieb von Zubehör für die PlayStation 4 auf dem amerikanischen Markt abschließen.

Enttäuschung im Geschäftsjahr 2016

Die guten Nachrichten waren auch notwendig. Das Geschäftsjahr 2016 verlief enttäuschend, Endor musste kleinere Gewinne als erwartet vermelden - was die Aktie bis auf 6,50 Euro im April 2017 drückte. Nach verbesserten Geschäftsaussichten erholte sich der Small Cap wieder. Und nach der GamesCom Ende August gab die Aktie dann richtig Gas.

  Das Unternehmen profitiert auch von der Fantasie in den Bereichen E-Sports sowie Virtual Reality. Außerdem verkauft Endor Fahrschul-Simulatoren, denen ebenfalls ein gutes Wachstumspotenzial für die kommenden Jahre prognostiziert wird.

Vorschusslorbeeren im Kurs enthalten

Doch auch die Konkurrenz schläft nicht: Thrustmaster, die zur französischen Guillemot Corp. gehören, und auch der schweizerisch-amerikanische Hardware-Hersteller Logitech stoßen mit ihrem Gaming-Zubehör nun ebenfalls in das Hochpreis-Segment vor.

Dennoch sollte die Endor-Aktie von einer guten Geschäftsentwicklung profitieren. Die kann zwar heute nur geschätzt werden, weil Endor keine Halbjahres-Zahlen veröffentlicht. Bei der Konkurrenz sah es aber zuletzt gut aus. Eine erste Endor-Orientierung für das ablaufende Geschäftsjahr wird im Februar 2018 erwartet.

Die Börse hat da sicher schon eine Portion Vorschusslorbeeren verteilt. Die Höchstkurse bei 21 Euro stellen einen technischen Widerstand dar, den es zu überwinden gilt. Wer der Empfehlung vom AKTIONÄR im Januar 2017 folgte und bei knapp 9 Euro kaufte, kann nun die Hälfte der Position verkaufen. Den Rest kann man mit Stopp-Kurs bei 15 Euro laufen lassen.

 

Hinweis: Da Endor nur an den Börsen München und Hamburg handelbar ist, können hier leider keine aktuellen Xetra-Notierungen abgebildet werden.

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