DAX
- Thomas Bergmann - Redakteur

Ende der Geldschwemme? DAX-Jahresendrallye passé?

Spekulationen über eine Drosselung der Billiggeldflut der EZB drücken am Mittwoch auf die Stimmung der Börsianer. Nach dem Sprung über die Marke von 10.600 Punkten am Vortag verliert der DAX am Vormittag rund 0,7 Prozent an Wert. Damit geht die Hängepartie der vergangenen Wochen in die nächste Runde.

Tapering der EZB?

Die Europäische Zentralbank (EZB) könnte bereits vor einem Ende ihres milliardenschweren Anleihekaufprogramms ihre Käufe schrittweise verringern, berichtete die Nachrichtenagentur Bloomberg mit Bezug auf informierte Kreise. Nach Einschätzung der britischen Bank Barclays wird die EZB im Dezember Änderungen an den technischen Parametern ihrer Geldpolitik vornehmen und eine QE-Verlängerung über März 2017 hinaus ankündigen. Nächstes Jahr könnte die EZB entscheiden, Anleihen im Volumen von weniger als 80 Milliarden Euro pro Monat zu kaufen. Barclays erwartet ein Ankaufvolumen von durchschnittlich 45 Milliarden Euro je Monat bis einschließlich 2018, um das EZB-Basisszenario für Wachstum und Inflation 2018 zu erreichen. Im Tagesverlauf dürften die Anleger noch einen Blick auf den ADP-Beschäftigungsbericht in den USA werfen, der einen Vorgeschmack auf den großen Arbeitsmarktbericht am Freitag liefern könnte.

Artikel kommentieren:

Um einen Kommentar zu schreiben, müssen Sie eingeloggt sein.
Sie besitzen noch kein Login? Dann registrieren Sie sich kostenfrei.

  • Es sind noch keine Kommentare vorhanden.

Videos zum Thema:

Der Aktionär TV

Mehr zum Thema:

| Thomas Bergmann | 0 Kommentare

In Italien brodelt es - DAX bleibt cool

Der Regierungsvertrag in Italien zwischen der Fünf-Sterne-Bewegung und der rechtspopulistischen Lega steht. Die beiden populistischen Bewegungen gehen mit ihren Plänen für niedrigere Steuern und höhere Sozialausgaben auf direkten Konfrontationskurs zu den Stabilitätsregeln der Europäischen Union. … mehr
| Thomas Bergmann | 0 Kommentare

DAX 13.000 - ist das zäh!

Der deutsche Aktienmarkt startet verhalten in den Handelstag. Wieder einmal pendelt er knapp unterhalb der wichtigen 13.000-Punkte-Marke, deren charttechnische Bedeutung damit zunimmt. Ein Ausbruch über diesen hartnäckigen Widerstand würde ein deutliches Aufwärtspotenzial freisetzen. mehr