- Martin Weiß - stellv. Chefredakteur

Ebola-Schock: Weitere Pflegekraft infiziert

Die Ebola-Epidemie versetzt immer mehr Menschen in Angst und Schrecken. Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) rechnet bis Dezember mit rasant steigenden Infektionszahlen und bis zu 10.000 Neuinfektionen - pro Woche! Derweil ist in den USA eine zweite Pflegekraft positiv auf das Virus getestet worden.

Sterberate steigt auf 70 Prozent
Sah es vor wenigen Tagen danach aus, als würde die Epidemie abebben, droht nun das genaue Gegenteil. Ebola wütet nach Angaben der WHO stärker als zuvor und fordert immer mehr Menschenleben. Der Behörde zufolge sei die Sterberate zudem auf 70 Prozent gestiegen. Seit Ausbruch der Epidemie Ende 2013 haben sich offiziellen Statistiken zufolge 8.914 Menschen mit Ebola infiziert, 4.447 von ihnen sind gestorben.

Experten glauben, dass die Dunkelziffer um ein Vielfaches höher liegt!

Umfragen belegen, dass die Angst der Menschen vor einer Ansteckung schnell zunimmt. In jüngsten US-Umfragen gaben 47 Prozent der Befragten an, Angst vor der Ausweitung der Epidemie zu haben.
Eine Befragung unter amerikanischem Pflegepersonal ergab zudem, dass diese sich schlecht bis überhaupt nicht auf den Umgang mit Infizierten vorbereitet fühlten. 76 Prozent der Schwestern und Pfleger etwa gaben an, dass es hierfür keine offiziellen Vorgaben gebe.

Umfragen wie diese dürften kaum dazu angetan sein, die Öffentlichkeit zu beruhigen. Zudem am Dienstag ein zweiter Ebola-Fall in den USA bekannt wurde. Die infizierte Frau pflegte als Krankenschwester den in der vergangenen Woche in Dallas, Texas verstorbenen Ebola-Patienten Thomas Eric Duncan.

An der Börse reagierten die Aktien von "Ebola-Aktien" auf Meldungen über eine Ausweitung der Epidemie zuletzt regelmäßig mit heftigen Kursausschlägen. Am Dienstag setzen die Papiere ihre Aufwärtsbewegung fort. So notiert Tekmira am Dienstag erneut rund vier Prozent fester. Seit dem Ausbruch der Epidemie hat sich der Aktienkurs mehr als verdreifacht.

DER AKTIONÄR empfiehlt investierten Anlegern bei der Aktie weiter dabei zu bleiben und den Stopp nachzuziehen.

 

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