EasyJet
- David Vagenknecht

Easyjet: Das bedeuten sinkende Ölpreise

Die jüngste Abwärtsdynamik in den Ölpreisen spielt Easyjet in die Karten, denn es reduziert die Kosten. Als am 11. Juli der Preis für das Öl der Sorte Brent den größten Tages-Rückgang in den letzten zwei Jahren verzeichnete, legte das Papier von Easyjet bis zum Wochenende um mehr als drei Prozent zu.

Kein Wunder, denn man kann mit geringeren Treibstoffkosten rechnen. Diese sind für den Billigflieger von besonderer Bedeutung – laut eigenen Angaben machen sie rund 32 Prozent der Gesamtkosten aus. Obwohl Easyjet gegen steigende Preisentwicklung abgesichert ist, haben sinkende Preise einen deutlichen Effekt auf die Betriebskosten. Im ersten Halbjahr des Geschäftsjahres 2017/18 (30.09.) konnten niedrige Treibstoffkosten laut Easyjet die negativen Wechselkursentwicklungen ausgleichen. Nun kommen die sinkenden Preise wieder mal gelegen, denn sie können die im Q3 2018 um rund fünf Prozent angestiegenen pro Sitz Kosten (inklusive Treibstoffkosten) etwas reduzieren. Mehr über die Geschäftsergebnisse von Easyjet im 3Q 2018 erfahren Sie hier.

 

Aktuell notieren die Treibstoffe in Europa, wo Easyjet hauptsächlich tätig ist, bei etwa 208 Dollar pro Gallone – ein Rückgang um 0,8 Prozent auf Monatsbasis und um 1,6 Prozent auf Wochenbasis. Eine Umkehr des Trends ist jedoch nicht in Sicht: Der drohende Handelsstreit zwischen den USA und China und das zugespitze Verhältnis zwischen Trump und Iran belasten die Ölpreise wohl weiterhin.

Der aktuelle Abwärtstrend verstärkt den ohnehin soliden Gewinnausblick des Unternehmens. Die Aktie bleibt weiterhin attraktiv.

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