Infineon
- Werner Sperber - Redakteur

EamS: Infineon ist auch ohne Übernahmefantasie jetzt kaufenswert

Die Euro am Sonntag erklärt, trotz einzelner spektakulärer Firmenübernahmen ist dieser Markt im laufenden Jahr bislang vergleichsweise ruhig. Der Finanzmarkt-Plattform Dealogic zufolge sind in den vergangenen zehn Jahren bis jeweils Mitte September durchschnittlich rund 1.000 Übernahmen vorbereitet worden. Im laufenden Jahr sind es etwas mehr als 800. Dafür gibt es Gründe: das schwache Wirtschaftswachstum, die Probleme vieler Schwellenländer oder die Entscheidung der Briten aus der Europäischen Union austreten zu wollen. Andererseits gibt es viele Gründe genau jetzt zuzukaufen: mit Übernahmen lässt sich der Umsatz steigern und durch Einsparungen der Gewinn hebeln, die niedrigen Zinsen bieten historisch günstige Finanzierungsmöglichkeiten oder die im Vergleich zum Euro erstarkten Dollar und Japanische Yen bieten Firmen aus den USA und Japan die Chance, europäische Konzerne quasi mit Rabatt zu kaufen. Chinesische Unternehmen sind derzeit besonders aktiv, weil sie durch Übernahmen neue Wachstumsimpulse setzen können.

 

Auch Infineon Technologies gilt mittlerweile als Übernahmekandidat. Aufgrund des besonders hohen Kostendrucks in der Halbleiter-Branche gibt es in der Chip-Industrie auch viele Übernahmen. Doch selbst ohne eine solche Fantasie bietet Infineon Kurschancen. Das Ende September ablaufende Geschäftsjahr 2015/16 wird wohl ein Rekordjahr. Analysten schätzen, der Umsatz des vor allem auf Computer-Chips für die Auto-Industrie spezialisierten Unternehmens werde um zwölf Prozent auf 6,5 Milliarden Euro zulegen. Damit sollte erstmals die Marke von einer Milliarde Euro beim operativen Ergebnis überwunden werden. Das entspräche den langfristigen Zielen. Infineon möchte die Zahlen am 23. November vorlegen. Die Euro am Sonntag gibt das KBV mit 3,4 und das KGV für das kommende Wirtschaftsjahr mit 18 an. Anleger sollten die Aktie mit einem Kursziel von 17 Euro und einer Absicherung bei 11,80 Euro kaufen.


 

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